Bisherige Hitzerekorde im Norden
Heiß, heißer, Hitzerekorde? Ob der Norden Höchstwerte knacken wird, zeigt sich bereits am Freitag. (Symbolbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Eine Art Heißluftblase hat Deutschland derzeit im Hitzegriff. Der Deutsche Wetterdienst geht von Rekordwerten aus. Welche Temperaturen müssten für Höchstwerte im Norden geknackt werden?
Hamburg/Grambek/Boizenburg. Am Samstag werden in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Temperaturen zwischen 37 und 38 Grad Celsius erwartet. Das könnten Rekordwerte sein. Wann hat der Norden zuletzt so geschwitzt?
Die Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen: Es ist fast vier Jahre her. Im Juli 2022 wurden in allen drei Bundesländern die bisherigen Hitzerekorde geknackt. In den kommenden Tagen könnten auch die Juni-Rekorde fallen. Ein Überblick:
HAMBURG - Am 20. Juli 2022 wurden in Hamburg-Neuwiedenthal 40,1 Grad gemessen - Hamburger Rekord und zugleich bundesweiter Bestwert. Bis dahin hatte der Hamburger Rekord mehr als 30 Jahre lang bei 37,3 Grad gelegen, gemessen im August 1992 in Hamburg-Fuhlsbüttel.
Der heißeste Juni wurde bislang am 29. Juni 1947 registriert: 36,5 Grad an der ehrenamtlich betreuten Station Hamburg-Bergedorf. In den vergangenen 20 Jahren lag die Juni-Höchsttemperatur zuletzt am 30. Juni 2019 bei 35,7 Grad in Hamburg-Neuwiedenthal.
SCHLESWIG-HOLSTEIN - Ebenfalls am 20. Juli 2022 kletterte das Thermometer in Schleswig-Holstein auf den höchsten jemals gemessenen Wert: 39,1 Grad in Grambek im Kreis Herzogtum Lauenburg. Zuvor lag der Landesrekord bei 38,0 Grad aus dem Jahr 2019. Der bisherige Juni-Rekord beträgt 36,3 Grad, gemessen am 20. Juni 2000 in Pelzerhaken im Kreis Ostholstein.
MECKLENBURG-VORPOMMERN - Auch Mecklenburg-Vorpommern blieb bislang knapp unter der 40-Grad-Marke. Am 20. Juli 2022 registrierte der Deutsche Wetterdienst in Boizenburg an der Elbe 39,4 Grad. Die bislang höchste Juni-Temperatur im Land wurde am 30. Juni 2019 in Anklam gemessen: 37,3 Grad.