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Gemeinschaftswährung

EZB: Euro ist zweitwichtigste Währung der Erde

Der Euro ist die zweitwichtigste Währung der Welt. (Archivbild)

Der Euro ist die zweitwichtigste Währung der Welt. (Archivbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der US-Dollar bleibt mit Abstand die Nummer eins. Doch die erratische Handelspolitik von US-Präsident Trump belastet.

Von dpa Mittwoch, 11.06.2025, 10:35 Uhr

Frankfurt/Main. Der Euro ist die zweitwichtigste Währung der Welt. Die europäische Gemeinschaftswährung habe ihre internationale Rolle verteidigt, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt mit. 

Der Anteil des Euro an den weltweiten amtlichen Devisenreserven lag bereinigt um Wechselkursveränderungen wenig verändert bei 20,0 Prozent. Eine Reservewährung ist eine global wichtige Währung, die auch von anderen Notenbanken gehalten wird.

Mit Abstand am meisten genutzt wird weiterhin der US-Dollar. Sein Anteil an den weltweiten Devisenreserven fiel aber um 2,0 Prozentpunkte auf 57,8 Prozent. Angesichts der erratischen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und der hohen Staatsverschuldung der USA wurde die Rolle des Dollar als sicherer Hafen von einigen Experten zuletzt infrage gestellt.

Was die EZB-Präsidentin sagt

Die Attraktivität des Euro wird laut EZB durch eine solide Politik im Euroraum und starke, regelbasierte Institutionen untermauert. „Die Aufrechterhaltung der Rechtsstaatlichkeit ist nach wie vor von entscheidender Bedeutung, um das weltweite Vertrauen in den Euro aufrechtzuerhalten und möglicherweise sogar zu stärken“, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Die EZB mahnte zur Wachsamkeit. So würden Notenbanken Goldreserven mit einem Rekordtempo aufbauen. Zudem würden sich einige Staaten nach alternativen, grenzüberschreitenden Zahlungssystemen umschauen. Die EZB verweist zudem auf Initiativen, die die Rolle von Kryptowährung stützen.

Erneut forderte die EZB Fortschritte beim Zusammenwachsen der Finanz- und Kapitalmärkte in Europa. Dies sei in diesem sich rasch veränderten Umfeld besonders wichtig. Nur so könnten die europäischen Finanzmärkte ihre volle Kraft ausschöpfen.

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