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Gaffer behindern Hilfe von kollabierter Frau

ILLUSTRATION: Die Behinderung von Rettungsmaßnahmen kann auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. (Symbolbild)

ILLUSTRATION: Die Behinderung von Rettungsmaßnahmen kann auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. (Symbolbild) Foto: Alexander Auer/dpa

Drei Streifenwagenbesatzungen waren notwendig, um die Schaulustigen zurückzuhalten - darunter Eltern mit Kindern. Zwei Passantinnen stachen aber auch positiv hervor.

Von dpa Mittwoch, 03.06.2026, 13:05 Uhr

Braunschweig. Zahlreiche Gaffer haben bei der Behandlung einer kollabierten Frau gestört. Die Schaulustigen, darunter Eltern mit Kindern, scharrten sich auf dem Braunschweiger Schlossplatz um die 34-Jährige, wie die Polizei mitteilte. Demnach waren am Dienstagabend drei Streifenwagenbesatzungen nötig, um die Gaffer zurückzuhalten.

Zuvor hatten zwei Passantinnen die kritische Lage der Frau bemerkt und bis zum Eintreffen eines Rettungswagens Erste Hilfe geleistet. Die 34-Jährige kam später in ein Krankenhaus.

Gaffer reagieren widerwillig

Die Gaffer hatten die Arbeit der Rettungskräfte jedoch beeinträchtigt. Auf Ansprachen der Polizei hätten die Störer nicht oder nur widerwillig reagiert. Die Feuerwehr errichtete daher auch einen Sichtschutz für die hilflose 34-Jährige.

„Ein solch sozialschädliches Verhalten ist nicht hinnehmbar und kann bei einer Behinderung von Rettungsmaßnahmen auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen“, sagte der Chef des Polizeikommissariats Braunschweig-Mitte, Markus Glomb. „Darüber hinaus sollte eine taktvolle Rücksichtnahme auf die Situation Verletzter zu den Selbstverständlichkeiten unseres sozialen Miteinanders gehören.“