Grüne in Stade lehnen kommunalen Ordnungsdienst ab
In Hannover gibt es bereits einen Ordnungsdienst. Bald auch in Stade? Foto: Holger Hollemann/dpa
Skeptisch zeigt sich der Vorstand des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen in Stade gegenüber dem Antrag, einen Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) einzurichten.
Stade. Dieser soll laut Verwaltung und mit Unterstützung von CDU, WG, UBLS und FDP aus sechs Stellen plus einer Leitung bestehen und vor allem in der Innenstadt eingesetzt werden. Aus Sicht der Grünen ist das Vorhaben zu teuer und greife zu kurz.
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„Die Stadt möchte für dieses Projekt viel Geld in die Hand nehmen - heute und in den Folgejahren“, sagte Mariah Weidner, Co-Sprecherin des Ortsverbandes. „Das Geld könnte auch genutzt werden, um beispielsweise das Angebot des Ankerplatzes auszubauen.“
Auch Beisitzer Guido Hübner sieht andere Prioritäten: „Es fehlt an Treffpunkten für Jugendliche und junge Erwachsene.“ Es brauche Orte, an denen sich die Leute aufhalten können, ohne Geld ausgeben zu müssen. Die Stadt könne so alle zu längeren Aufenthalten einladen. Eine Idee seien Tische an den Sitzmöglichkeiten rund um den Pferdemarkt.
Sophia Thöne, ebenfalls Beisitzerin, spricht sich zudem gegen verstärkte Kontrollmaßnahmen aus: „Ich halte es für sinnvoller, das Geld für präventive Maßnahmen wie Jugend- und Sozialarbeit zu verwenden, die aktiv auf Menschen zugehen, anstatt in potenziell stigmatisierende Kontrollen zu investieren.“ So hatte wie berichtet auch schon die SPD argumentiert.
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