Humanitäre Hilfe: Siebter großer Konvoi für die Ukraine startet im Mai
Sie unterstützen den nächsten Ukraine-Hilfskonvoi (von links): Hansi Eggert (Johanniter), Danny Waltersdorf (Kreisfeuerwehr), Julian Dubbels (DRK), Rainer Bohmbach (DLRG), Landrat und Schirmherr Kai Seefried, Einsatzleiter Wilfried Sprekels und Thorsten Hellwege (Kreisfeuerwehr). Foto: Landkreis Stade/Daniel Beneke
Ein siebter großer Hilfskonvoi für die Ukraine wird im Mai starten. Das Team um Wilfried Sprekels bereitet die Hilfsaktion vor. Spenden werden dafür gesammelt.
Landkreis. Die Ukraine erlebt den vierten Kriegswinter. Beinahe täglich greift Russland mit Bomben, Raketen und Drohnen an. Viele Haushalte sind bei Minusgraden ohne Strom, Wärme und Wasser. „Die Menschen in der Ukraine sind einmal mehr auf unsere Solidarität angewiesen“, sagt Landrat Kai Seefried. Unter seiner Schirmherrschaft bereiten Feuerwehren und Hilfsorganisationen einen weiteren großen Konvoi vor: Der Hilfstransport soll im Mai starten, teilt der Landkreis mit.
Bereits wenige Wochen nach Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 startete ein erster Hilfstransport mit Rettungswagen mit medizinischem Equipment. Inzwischen bringen Einsatzkräfte aus Hilfsorganisationen und Feuerwehren regelmäßig Fahrzeuge und Hilfsgüter an die polnisch-ukrainische Grenze und übergeben sie dort an ukrainische Kameradinnen.
Fahrzeuge und Hilfsgüter werden im Mai überführt
Derzeit bereitet ein Team um Wilfried Sprekels, Leiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises, einen siebten großen Hilfskonvoi vor. Über Christi Himmelfahrt sollen Fahrzeuge und Hilfsgüter überführt werden. Vor allem Material für Feuerwehren, Rettungsdienste, Kliniken und Kinderheime wird transportiert. Die ersten drei Einsatzfahrzeuge, die mit Spendengeldern erworben wurden, stehen schon bereit.
Einsatzkräfte legen pro Tour circa 1200 Kilometer zurück
In den vergangenen Tagen haben sich bereits etliche Freiwillige für den Hilfstransport gemeldet, berichtet Einsatzleiter Sprekels. Die Aktion sei ein starker Schulterschluss der Blaulicht-Organisationen im Landkreis Stade. Mit im Boot sind wieder die freiwilligen Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft. Um die 1200 Kilometer werden die Einsatzkräfte pro Tour zurücklegen und jeweils mehr als 20 Stunden unterwegs sein.
„Wir sind in einem engen Austausch mit unseren ukrainischen Kolleginnen und Kollegen. So wissen wir, was vor Ort benötigt wird. Über unsere direkten Kontakte stellen wir sicher, dass alle Hilfsgüter wirklich zielgerichtet eingesetzt werden“, wird Sprekels zitiert. „Es ist uns ein Herzensanliegen, den Einsatzkräften in der Ukraine zu helfen, die seit vier Jahren unter widrigsten Bedingungen Übermenschliches leisten. Das sind echte Helden.“
Landrat ruft dazu auf, die Hilfsaktion zu unterstützen
Der Landrat hofft, dass wieder viele Bürger, Unternehmen und Institutionen die Hilfsaktion unterstützen. Auf den Konten des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter Unfallhilfe werden Spenden gesammelt, um Fahrzeuge und Hilfsgüter beschaffen zu können. Wer sich mit Sachspenden, etwa medizinischem Gerät wie Gehhilfen oder Rollatoren, beteiligen möchte, kann sich per Mail an landrat@landkreis-stade.de melden. Die Konvoi-Crew kümmert sich um die Abholung.
Bei den Vorbereitungen der Hilfsaktionen arbeitet die Kreisverwaltung eng mit dem Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg zusammen. Generalkonsulin Dr. Iryna Tybinka war erst kürzlich wieder im Kreishaus zu Gast, um sich für die Unterstützung aus dem Landkreis Stade zu bedanken und neue Projekte anzuschieben.
Spendenkonten
Spenden können unter dem Stichwort „Ukraine-Hilfe Landkreis Stade“ auf folgende Konten eingezahlt werden:
DRK-Kreisverband Stade Flüchtlingshilfe gGmbH, IBAN: DE91 2419 1015 1009 3346 00.
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Regionalverband Bremen-Verden, IBAN: DE16 3702 0500 0004 3107 18. (sal)
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