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Kater „Blacky“ ist tot – Immer wieder Schüsse auf Tiere

Die Röntgenaufnahme zeigt: ein Projektil im Körper einer Katze. (Symbolbild)

Die Röntgenaufnahme zeigt: ein Projektil im Körper einer Katze. (Symbolbild) Foto: Privat

Im Körper der Haustiere stecken Luftgewehr-Projektile: Zwei Fälle im Norden sorgen derzeit für Entrüstung. Wer macht so etwas?

Von dpa Donnerstag, 21.05.2026, 16:55 Uhr

Hamburg. Nach dem Tod eines Katers in Bad Segeberg ermittelt die Polizei. Im Kopf und Hals des Tieres steckten zwei Luftgewehr-Projektile - es war nicht mehr zu retten. Der zuständige Ermittlungsdienst des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Bad Segeberg nahm die Ermittlungen auf und sucht nach dem Schützen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es liege der Anfangsverdacht einer Straftat vor. Zuerst hatten die „Kieler Nachrichten“ berichtet.

Tierärzte suchten vergeblich

Kater „Blacky“ habe sich Mitte März verändert, sagte die Besitzerin den „Kieler Nachrichten“. Er habe nicht mehr fressen wollen, ein Auge sei geschwollen gewesen. Mehrere Tierärzte suchten rund vier Wochen vergeblich nach der Ursache. Dem Tier ging es laut Bericht immer schlechter.

Erst eine Computertomografie und Röntgenaufnahmen in einer Tierklinik brachten den Befund: zwei Luftgewehr-Projektile im Körper des Katers, sogenannte Diabolos. Der Kater musste eingeschläfert werden.

Ähnlicher Fall in Itzstedt

Die Besitzerin erstattete Anzeige. Ein vergleichbarer Fall sei Anfang 2026 in Itzstedt gemeldet worden, sagte der Polizeisprecher. Dort wurde ein Luftgewehr-Projektil im Rumpf einer Katze gefunden.

Der Besitz eines Luftgewehrs ist in Deutschland grundsätzlich erlaubnisfrei. Benutzt werden darf die Waffe aber nur auf befriedeten Privatgrundstücken. Der Beschuss von Wirbeltieren ist nach dem Tierschutzgesetz eine Straftat und wird mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet.

Hund in Hamburg mutmaßlich mit Luftgewehr angeschossen

Eine zwölf Jahre alte Hündin ist in Hamburg mutmaßlich mit einer Luftdruckwaffe angeschossen worden. Sie wurde nach einigen Tagen eingeschläfert, weil sich ihr Gesundheitszustand nicht verbesserte, wie die Polizei mitteilte.

In ihrem Bauch sei mindestens ein Gegenstand gefunden worden, der ein Projektil aus einer Luftdruckwaffe sein könnte. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, spielte der Hund, bei dem es sich um einen Bolonka handelt, in einem nicht von außen begehbaren Hinterhof auf einer Grünfläche in der Klosterallee im Stadtteil Harvestehude.

Verletzte Hündin läuft zu ihrer Besitzerin

Das Tier kehrte verletzt zu seiner Halterin zurück. Diese brachte die Hündin demnach umgehend zum Tierarzt. Das mutmaßliche Projektil wurde danach bei einer Untersuchung in einer Tierklinik gefunden.

Nach dem Tod des Hundes prüft die Polizei nun, ob die Verletzungen durch ein Projektil entstanden sind und dazu geführt haben, dass der Hund eingeschläfert werden musste. Die zuständige Ermittlungsdienststelle für Tierschutzdelikte bei der Wasserschutzpolizei habe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Tötung eines Wirbeltieres aufgenommen, sagte ein Polizeisprecher.

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