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Krise bei Volkswagen

IG Metall: Warnstreiks bei VW ab Anfang Dezember

Tausende Teilnehmer demonstrieren vor dem Werk am Verhandlungsort in der Volkswagen Arena, mit anschließender Protest-Kundgebung direkt vor dem Stadion.

Tausende Teilnehmer demonstrieren vor dem Werk am Verhandlungsort in der Volkswagen Arena, mit anschließender Protest-Kundgebung direkt vor dem Stadion. Foto: Alicia Windzio/dpa

Im Streit um Einschnitte bei VW macht die IG Metall nun ernst: Bereits Anfang Dezember soll es zu Warnstreiks kommen.

Von dpa Freitag, 22.11.2024, 15:30 Uhr

Wolfsburg. Bei VW kommt es Anfang Dezember zu Warnstreiks. Das habe die Tarifkommission der IG Metall einstimmig beschlossen, teilte die Gewerkschaft mit. Nach der ergebnislosen Tarifrunde am Donnerstag wolle man dadurch den Druck auf das Unternehmen erhöhen.

IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger hatte bereits direkt nach den Tarifgesprächen angekündigt, sich nach Ablauf der Friedenspflicht Ende November auf Warnstreiks vorzubereiten. Dem stimmte die Tarifkommission nun zu. Einzelheiten zu Terminen und betroffenen Standorten nannte die Gewerkschaft zunächst nicht.

Volkswagen halte sich auch nach der dritten Tarifrunde die Möglichkeit von Werksschließungen und Massenentlassungen offen, kritisierte Gröger. Daher müsse man nun den Druck erhöhen. „Wir wollten diese Auseinandersetzung nicht, haben sogar umfassende Konzepte unsererseits am Verhandlungstisch präsentiert, die für uns bis an die Grenze des Machbaren gehen“, sagte Gröger. „Wie lange und hart der Konflikt geführt werden muss, das hat Volkswagen am Verhandlungstisch in der Hand.“

IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger warnt vor einer Eskalation ab 1. Dezember.

IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger warnt vor einer Eskalation ab 1. Dezember. Foto: Alicia Windzio/dpa

Betriebsratschefin Daniela Cavallo spricht von einem Vorgeschmack auf das, was ab Dezember auf VW zukommen könnte.

Betriebsratschefin Daniela Cavallo spricht von einem Vorgeschmack auf das, was ab Dezember auf VW zukommen könnte. Foto: Alicia Windzio/dpa

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