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Jahresbilanz

Kreisfeuerwehr: Großbrand in Dollern bleibt in Erinnerung

Der Großbrand in Dollern war ein herausragender Einsatz im vergangenen Jahr.

Der Großbrand in Dollern war ein herausragender Einsatz im vergangenen Jahr. Foto: Kreisfeuerwehr/Stefan Braun

Der Großbrand in Dollern forderte die Einsatzkräfte im Landkreis Stade. Die Kreisfeuerwehr blickt auf das Jahr 2025 zurück und zieht eine Jahresbilanz.

Von Redaktion Samstag, 21.03.2026, 07:50 Uhr

Landkreis. Kreisbrandmeister Henning Klensang präsentierte die Feuerwehr-Jahresstatistik für 2025. „Unsere Kameradinnen und Kameraden wurden im vergangenen Jahr wieder stark gefordert“, wird er in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung zitiert. Besonders in Erinnerung bleibt ein Großbrand in Dollern, bei dem zwei Wohngebäude und ein Wirtschaftsgebäude in Flammen aufgingen.

Wasserversorgung war eine Herausforderung

Beim Feuer in Dollern war die Sicherstellung der Wasserversorgung eine große Herausforderung.

Beim Feuer in Dollern war die Sicherstellung der Wasserversorgung eine große Herausforderung. Foto: Kreisfeuerwehr/Stefan Braun

Zwei der betroffenen Häuser waren reetgedeckt. „Eine große Herausforderung war die Sicherstellung der Wasserversorgung“, so der Kreisbrandmeister. Der Fachzug Wasserförderung der Kreisfeuerwehrbereitschaft unterstützte hier maßgeblich die Einsatzkräfte vor Ort. So konnte ein Übergreifen des Feuers auf weitere benachbarte Gebäude verhindert werden.

Zahlen aus der Feuerwehr-Jahresstatistik 2025

Insgesamt 506-mal rückten die 92 freiwilligen Feuerwehren zu Brandeinsätzen aus: 17 Großbrände, 223 Mittelbrände und 202 Kleinbrände stehen in der Statistik für 2025. 41-mal brannte Vegetation. 286-mal gaben Brandmeldeanlagen einen Anlass zur Alarmierung der Einsatzkräfte.

Die Umwelteinheiten der Kreisfeuerwehr waren 64-mal gefordert. 48-mal rückten die Feuerwehren mit Booten zur Wasserrettung aus. Hoch bleibt die Zahl der Verkehrsunfälle: 167-mal waren sie so schwer, dass die Feuerwehr anrücken musste.

Neun Verkehrstote waren 2025 zu beklagen. Achtmal rückten die Feuerwehrleute auf die Bahngleise aus – darunter war ein sehr fordernder Einsatz in Kutenholz, wo ein wasserstoffbetriebener Zug mit einem Traktor kollidiert war.

929 weitere technische Hilfeleistungen, unter anderem wegen umgestürzter Bäume oder voll Wasser gelaufener Keller, und 19 Personensuchen wurden abgearbeitet. 556-mal begleiteten Feuerwehrleute Großveranstaltungen im Rahmen von Brandsicherheitswachen. 147-mal fanden Überprüfungen durch Feuerwehr-Führungskräfte statt.

319-mal rückten die Notfallgruppen zu Reanimationen aus. „Unsere Feuerwehren haben auch im vergangenen Jahr wieder viele Menschenleben gerettet“, betont der Kreisbrandmeister.

Mehrere Fahrzeuge wurden in den Dienst gestellt

Im vergangenen Jahr konnten mehrere Fahrzeuge in den Dienst gestellt werden: Für den Fernmeldezug wurde ein Anhänger beschafft, der vom Team der Feuerwehrtechnischen Zentrale ausgebaut wurde. Er dient künftig dem Transport von Material und Technik, unter anderem von Zelten. Der Fachzug Energie und Technik erhielt einen neuen Mannschaftstransportwagen sowie eine mobile Tankstelle, zudem wurde hier umfangreich in Gerätschaften investiert. Der Umweltzug hat einen neuen Einsatzleitwagen für den Führungsdienst bekommen. Außerdem gab es kürzlich einen neuen vom Bund beschafften CBRN-Erkunder (chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren).

Bestellt wurde ein Wechsellader-Fahrzeug mit Allradantrieb und einer Wattiefe von 80 Zentimetern, der noch in diesem Jahr ausgeliefert werden soll. Ebenfalls in diesem Jahr wird ein neuer Gerätewagen Messtechnik erwartet.

In den Hochwasserschutz wurde investiert

Umfangreich investiert wurde auch in den Hochwasserschutz: Mobile Schutzsysteme im Umfang von rund 1050 Metern sowie eine Sandsackfüllmaschine mit Transportanhänger ergänzen das Equipment. (sal)

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