Lies nimmt Drohnenabwehr selbst in die Hand
Mit einem Übungsgewehr und einer Virtual-Reality-Brille übt Regierungschef Lies virtuell den Abschuss feindlicher Drohnen. Foto: Michael Matthey/dpa
Mit VR-Brille, Gewehr und Schützenpanzer: Niedersachsens Regierungschef betont auf seiner Sommerreise die Bedeutung einer starken Bundeswehr – und wirbt für den neuen Wehrdienst.
Neustadt. Zum Auftakt seiner Sommerreise hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bei den Panzergrenadieren in Neustadt am Rübenberge bei Hannover über die Aufrüstung der Bundeswehr informiert. Dabei griff der SPD-Politiker auch selbst zu VR-Brille und Übungsgewehr, um virtuelle Drohnen vom Himmel zu holen, schaute durchs Visier der Scharfschützen und stieg in den Schützenpanzer Puma.
Lies sagte, er habe sich an seine eigene Bundeswehrzeit erinnert gefühlt, als er das Gewehr in die Hand nahm – „damals logischerweise nicht mit VR-Brille“. Das Beispiel zeige, wie professionell die Bundeswehr heute dank virtueller Realität übe.
Der Regierungschef versuchte auch, ein Stimmungsbild einzuholen, wie der neue Wehrdienst angenommen wird. „Mindestens die Soldatinnen und Soldaten hier haben mir beschrieben, dass das auch wertgeschätzt wird. Dass Familie auch stolz darauf ist, dass das gemacht wird“, sagte Lies.
Er würde sich freuen, wenn viele junge Menschen den Wehrdienst absolvierten, erklärte der Regierungschef weiter, auch wenn diese „zum Glück“ selbst darüber entscheiden könnten. „Ich werbe sehr dafür, weil ich glaube, dass es für beide, für den Staat, uns als Gesellschaft, aber auch für die jungen Menschen eine große Chance ist“, sagte er. „Natürlich nimmt man auch was mit. Disziplin, Zusammenhalt, sich auf andere verlassen zu können, Respekt. Das sind alles Themen, bei denen ich manchmal das Gefühl habe, dass sie in der Gesellschaft vielleicht nicht mehr die Rolle spielen, die sie haben müssten.“
Lies schaut aus einem Schützenpanzer vom Typ Puma. Foto: Michael Matthey/dpa