Hitzeperiode löst Fischsterben im Steinhuder Meer aus
An den Ufern des Steinhuder Meers wurden, wie auf diesem Archivbild vom Würmsee in der Region Hannover, zuletzt viele tote Fische entdeckt. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Die Hitzewelle der vergangenen Tage hat Spuren hinterlassen: Hechte und Quappen treiben tot im Steinhuder Meer. Die Behörden sprechen von einem flächendeckenden Fischsterben in den Uferbereichen.
Wunstorf. Infolge der Hitze der vergangenen Tage sind am Steinhuder Meer viele Fische verendet. In den Uferbereichen, in den Grachten, im Hagenburger Kanal sowie an der Badeinsel in Steinhude seien zuletzt vermehrt tote Hechte und Quappen entdeckt worden, teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit. „Als wahrscheinlichste Ursache gelten die außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen infolge der anhaltenden Hitzeperiode“, hieß es. Die Kadaver sollen nun eingesammelt werden.
Zu dem genauen Ausmaß und der Zahl betroffener Fische gab es zunächst keine genaueren Angaben. Wegen der „hohen Anzahl gesichteter Fischkadaver“ sei aber davon auszugehen, dass das hitzebedingte Massensterben der Hechte flächendeckend einen Großteil der Uferbereiche des Steinhuder Meeres betroffen habe, teilte die Landesbehörde weiter mit.
Das Steinhuder Meer in der Region Hannover ist der größte Binnensee Niedersachsens. Es ist ein Ausflugsziel und Naherholungsgebiet.
Wassertemperatur von bis zu 32 Grad
Am vergangenen Samstag, dem Höhepunkt der Hitzewelle, war den Angaben zufolge stellenweise im Steinhuder Meer eine Wassertemperatur von bis zu 32 Grad und zeitgleich ein Sauerstoffgehalt von 6,8 Milligramm pro Liter gemessen worden. „Dieser reicht für Fische im Ruhezustand aus, kann bei erhöhter Aktivität jedoch zu gering sein“, teilte der Landesbetrieb mit.

Die Behörden erwarten, dass sich die Situation am Steinhuder Meer in den kommenden Tagen entspannt. (Archivbild) Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Der Anglerverband Niedersachsen teilte mit, dass auch andernorts infolge der hohen Temperaturen Fische unter extremem Hitzestress litten. In Fließgewässern seien etwa Bachforellen, Äschen und Groppen betroffen. Der Anglerverband rief seine Mitglieder auf, das Angeln vorübergehend einzustellen, um die stark belasteten Fischbestände zusätzlich zu schonen.
Die Behörden erwarten, dass sich die Situation am Steinhuder Meer in den kommenden Tagen schrittweise entspannt, da die Lufttemperaturen zuletzt bereits gesunken seien und Wind aufgekommen sei.