Ben Becker spricht den Michel

Magische Lichtshow „Luminiscence“ erleuchtet den Michel

Jedes Detail der Kirche wurde mit einem 3D-Scanner genau vermessen.

Jedes Detail der Kirche wurde mit einem 3D-Scanner genau vermessen. Foto: Georg Wendt/dpa

Mehr als eine Million Menschen weltweit haben die spektakuläre Lichtshow „Luminiscence“ bereits erlebt. Nun verzaubert sie auch Besucher im Hamburger Michel - und zwar mit einer ganz markanten Stimme.

Von dpa 03.07.2026, 00:55 Uhr

Hamburg. Hamburgs berühmteste Kirche, der Michel, kann jetzt sprechen und beeindruckend leuchten. Die Hauptkirche St. Michaelis ist einen Sommer lang Teil der international bekannten Projektionsshow „Luminiscence“. In den kommenden Wochen wird in den späten Abendstunden die Geschichte der Kirche erzählt - umrahmt von magischen Lichteffekten, moderner Technik, ergreifender Musik und gesprochen von einer sehr bekannten, tiefen Stimme: Der Schauspieler Ben Becker erzählt die jahrhundertealte Geschichte des Michels.

Die Show wird bis mindestens Mitte September jeweils von Mittwoch bis Sonntag in der Kirche gezeigt. Am Donnerstagabend besuchten rund 1.100 Menschen die Premiere der Lichtshow, darunter rund 900 geladene Gäste. Mit dabei waren neben Ben Becker auch Schauspielerin Mechthild Großmann („Tatort“) und Sängerin Ute Lemper. 

Architektur erstrahlt in besonderem Glanz

Dabei umhüllen 360-Grad-Projektionen die Pfeiler und Gewölbe und erwecken die Architektur des Michels quasi zum Leben. Währenddessen spielt Michelkantor Magne H. Draagen die Orgel, ein zwölfköpfiger Chor singt fast schon sphärisch dazu. Für die Veranstaltung im Hamburger Wahrzeichen mit dem markanten Turm hat die Sängerin Lucia Duchoňová aus Hamburg ein Gesangsensemble zusammengestellt. 

Die Show ist im Grunde eine Michel-Audio-Führung mit Bilderkino und passender Filmmusik. Die Beleuchtung ist teils so faszinierend, dass man vor lauter Staunen das Zuhören vergisst. Am Ende hat man dennoch viel über das berühmte Wahrzeichen in der Nähe der Hamburger Elbe gelernt und wird die Kirche wohl auch im Tageslicht mit anderen Augen sehen und Details entdecken, die vorher nicht auffielen.

Für die Show wurde der Michel von 3D-Scannern exakt vermessen. Mehrere Monate lang wurde schließlich die Show entwickelt, die auf den Zentimeter genau auf die Architektur der barocken Kirche angepasst ist. Sternenregen, Feuer, Schnee, Wolken, Baugerüste, Kriegsflugzeuge, Kirchenfenster im Sonnenlicht, abstrakte Bilder und feinste Bleistift-Architektur-Zeichnungen - all das fügt sich harmonisch ein. 25 Projektoren machen das Lichtspektakel möglich.

Die auf die jeweiligen Örtlichkeiten angepasste Show hat weltweit bereits mehr als eine Million Besucher angelockt, unter anderem in Barcelona, Paris und Brüssel. Auch in Deutschland war sie schon zu erleben: bei Gastspielen in Nürnberg und Münster. Ein Teil der Erlöse kommt der Instandhaltung des Michels zugute.

25 Projektoren tauchen das Innere der Kirche in mystisches Licht.

25 Projektoren tauchen das Innere der Kirche in mystisches Licht. Foto: Georg Wendt/dpa

Die Lichtshow erzählt die Geschichte des Michels - mit der markanten Stimme von Ben Becker.

Die Lichtshow erzählt die Geschichte des Michels - mit der markanten Stimme von Ben Becker. Foto: Georg Wendt/dpa

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