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Prozess in Hamburg beginnt

Mann nach Stich mit Küchenmesser tot - Nachbar in Hamburg vor Gericht

Ein halbes Jahr nach der Tat in Hamburg-Bramfeld beginnt der Prozess gegen einen 49-Jährigen (Archivbild).

Ein halbes Jahr nach der Tat in Hamburg-Bramfeld beginnt der Prozess gegen einen 49-Jährigen (Archivbild). Foto: Marcus Golejewski/dpa

Laute Musik dringt aus einer Wohnung. Ein Mann klingelt deswegen bei seinem Nachbarn - und ist wenig später tot. Nun beginnt der Prozess vor dem Landgericht Hamburg.

Von dpa Freitag, 02.01.2026, 03:35 Uhr

Hamburg. Ein 49-Jähriger, der seinem Nachbarn unvermittelt mit einem langen Küchenmesser in den Bauch gestochen haben soll, steht von Freitag (12.00 Uhr) an vor dem Landgericht Hamburg. Dem Mann wird in dem Sicherungsverfahren heimtückischer Mord vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der 49-Jährige soll seinen Nachbarn am 30. Juni vergangenen Jahres erst mit Pfefferspray attackiert und dann auf ihn eingestochen haben. Das Opfer sei daraufhin im Treppenhaus zusammengebrochen und an einem sogenannten Verblutungsschock gestorben. Der Mann war nach frühen Polizeiangaben 54 Jahre alt.

Zu dem Aufeinandertreffen der beiden Männer an der Wohnungstür im Stadtteil Bramfeld soll es gekommen sein, weil der Angeklagte in seiner Wohnung laute Musik spielte, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. 

Nach vorläufiger Einschätzung eines Sachverständigen handelte der 49-Jährige im Zustand der Schuldunfähigkeit. Im Sicherungsverfahren kann die Öffentlichkeit für die Hauptverhandlung oder für einen Teil davon ausgeschlossen werden (Aktenzeichen 602 Ks 12/25).

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