Mega-Transfer in der HBL: Berlin holt Weltstar Pytlick
Die Dänen Simon Pytlick (l) und Mathias Gidsel (r) feiern reihenweise Erfolge im Nationalteam. Foto: Soeren Stache/dpa
Flensburg verliert einen Superstar, Berlin gewinnt einen Jugendfreund von Mathias Gidsel. Der Wechsel von Simon Pytlick ist nach dpa-Informationen perfekt. Geht der Transfer-Wahnsinn noch weiter?
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Berlin. Nach monatelangem Vertragspoker hat der deutsche Handball-Meister Füchse Berlin den nächsten Mega-Transfer perfekt gemacht und gegenüber seinem Starspieler Mathias Gidsel ein Versprechen eingelöst. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wechselt der dänische Weltmeister und Olympiasieger Simon Pytlick per Ausstiegsklausel im Sommer 2027 von Bundesliga-Konkurrent SG Flensburg-Handewitt in die Hauptstadt.
Zuletzt hatten mehrere dänische Medien und auch das Fachportal „Handball-World“ über den Transfercoup berichtet.
Seit Monaten wurde der 24 Jahre alte Rückraumspieler mit den Berlinern in Verbindung gebracht. Der Transferpoker überlagerte zeitweise die sportlichen Schlagzeilen, sodass sich Flensburg zu einer Stellungnahme gezwungen sah. „Wir werden Simon im Sommer 2026 nicht abgeben“, stellte die SG im Oktober klar. Nun erfolgt der Wechsel ein Jahr später.
Gidsel und Pytlick: Freunde seit der Jugend
Mit dem Transfer lösen die Berliner ein Versprechen ein, das sie ihrem zweimaligen Welthandballer Gidsel bei dessen Vertragsverlängerung im Februar gegeben hatten: Die Mannschaft soll mit weiteren Starspielern verstärkt werden, um die Titelsammlung auszubauen.
Gidsel und Pytlick sind enge Freunde. Beide spielten in der Jugend beim dänischen Club GOG Håndbold, wo sie zusammen als Rückraum-Zange agierten. Der zweimalige Welthandballer Gidsel wechselte 2022 in die deutsche Hauptstadt, seinen Landsmann zog es ein Jahr später zur SG Flensburg-Handewitt ging. Im Nationalteam feiern sie gemeinsam reihenweise Erfolge - holten zuletzt Gold bei Olympia und den WM-Titel.
Kommt auch noch Dika Mem?
Medienberichten zufolge reicht ein Weltklasse-Transfer den ambitionierten Berliner aber nicht. Wie die „Sport Bild“ zuletzt berichtet hatte, beschäftigen sich Geschäftsführer Bob Hanning und Trainer Nicolej Krickau auch mit dem französischen Ausnahmespieler Dika Mem vom FC Barcelona. Ein Portal berichtete bereits, dass dieser Wechsel perfekt sei. Das stimmt nach dpa-Informationen nicht. Ein Rückraum mit Mem, Gidsel und Pytlick würde seinesgleichen suchen.