Niedersachsen

Die Aufnahme zeigt die Reaktorkuppel und den Kühlturm des Kernkraftwerks Emsland. Archivfoto: dpa-Bildfunk

Die Aufnahme zeigt die Reaktorkuppel und den Kühlturm des Kernkraftwerks Emsland. Archivfoto: dpa-Bildfunk

Im Kernkraftwerk Emsland in Lingen ist ein meldepflichtiger Schaden festgestellt worden. Das AKW soll Ende dieses Jahres als eines der letzten in Deutschland vom Netz gehen.

01.06.2022, 19:11 Uhr

Bei einer turnusmäßigen Prüfung an einem kleinen Rohr des Abwasseraufbereitungssystems sei an einer Schweißnaht eine beginnende leichte Korrosionsablagerung festgestellt worden, teilte der Kraftwerksbetreiber RWE am Mittwoch mit. Die Ablagerung sei entfernt und die Schweißnaht instand gesetzt worden.

Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage habe zu keiner Zeit bestanden. Bei der Untersuchung der Ablagerung sei keine Radioaktivität festgestellt worden, hieß es dazu aus dem Umweltministerium. Der Schaden habe keine Auswirkungen auf den bestimmungsgemäßen Betrieb der Anlage gehabt.

Kernkraftwerk Emsland erst wieder am Netz

Das Kernkraftwerk ist erst vor einer Woche nach seiner letzten Revision wieder ans Netz gegangen. Laut RWE und des Umwelt- und Energieministeriums wurden in den vergangenen 18 Tagen rund 700 wiederkehrende Prüfungen ausgeführt. Sicherheitsrelevante technische Abweichungen seien dabei nicht aufgetreten.

Unter anderem wurde an einer erdverlegten Leitung des gesicherten Nebenkühlwassersystems eine lokale Wanddickenschwächung festgestellt. Daraufhin sei ein Flansch, mit dem Rohrleitungen miteinander verbunden werden, ausgetauscht worden. (dpa)

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