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Harsefelder Straße

Neuer Radweg: Stadt Stade fällt fast 50 große Bäume für Bauarbeiten

So sieht der neue Radweg entlang der Harsefelder Straße aus, dessen Bau noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird.

So sieht der neue Radweg entlang der Harsefelder Straße aus, dessen Bau noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird. Foto: Strüning

In den nächsten Wochen wird die Stadt Stade entlang der Harsefelder Straße zahlreiche Bäume fällen. Ursprünglich hätten es noch viel mehr sein sollen.

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Von Lars Strüning
Donnerstag, 22.01.2026, 05:50 Uhr

Stade. 46 Bäume, für die die Stader Baumschutzsatzung greift, müssen weichen, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Satzung gilt für Bäume ab einem Stammumfang von einem Meter. Hinzu kommen weitere Gehölze, die nicht unter die Baumschutzsatzung fallen.

Stadt will möglichst viele Bäume stehen lassen

„Bäume prägen das Stadtbild und sind wertvolle Lebensräume. Deshalb ist uns bewusst, dass jede Fällung wohlüberlegt sein muss“, sagt Erster Stadtrat Lars Kolk. Daher habe die Stadt einige kreative Lösungen gefunden, um diese möglichst gering zu halten. So müssten ohne diese Maßnahmen laut Stadt 150 durch die Baumschutzsatzung geschützte Bäume weichen.

Um möglichst viel Grün zu schützen, wurde der Trassenverlauf des Geh- und Radweges angepasst. Er wird beispielsweise im Bereich des Abzweigs zum Fredenbecker Weg hinter dem Baumbestand und nicht direkt neben der Straße entlanggeführt. Außerdem wurde die Breite des Weges stellenweise verringert, um möglichst viel Grün zu erhalten. Auch kommen sogenannte Wurzelbrücken zum Einsatz, auf denen der Weg verlegt wird und unter denen sich Baumwurzeln weiter entwickeln können.

Ein Foto aus alten Zeiten zeigt, wie dringend der Neubau nötig war.

Ein Foto aus alten Zeiten zeigt, wie dringend der Neubau nötig war. Foto: Strüning

Diese Maßnahmen, die sich auf den Bauabschnitt zwischen dem Kreisverkehr Stadtweg und dem Klaren Streck beziehen, wurden im vergangenen Jahr in den Fachausschüssen der Politik und Öffentlichkeit vorgestellt und führen zu Mehrkosten von etwa 900.000 Euro, die die Hansestadt Stade in Kauf nimmt, um möglichst viele Bäume erhalten zu können.

Neue Bäume und Gehölze werden gepflanzt als Ersatz

Die Entnahme der Bäume wird gemäß Baumschutzsatzung natürlich kompensiert. Die Hansestadt Stade pflanzt mindestens 46 klimaresistente Bäume sowie mindestens 160 laufende Meter Heckengehölze.

Die Baumfällungen beginnen am Montag, 26. Januar, und werden bis Ende Februar dauern, kündigt die Stadt an. Für die Arbeiten wird im ersten Abschnitt der Geh- und Radweg im Bereich des Kreisverkehrs Stadtweg bis Lütter Weg voll gesperrt. Die Umleitung hierfür erfolgt durch das Baugebiet Riensförde.

Im Bereich Lütter Weg bis Klarer Streck wird der Geh- und Radweg mit kurzen Einschränkungen weiterhin nutzbar sein. Die Straße wird im Bereich Lütter Weg bis Klarer Streck tagsüber zwischen 7 bis 17 Uhr in Abschnitten halbseitig gesperrt, der Verkehr wird dabei mittels Baustellenampel geregelt.

Ziel: Sicherer zu Fuß und mit dem Rad unterwegs

Notwendig sind die Arbeiten, damit Menschen künftig komfortabler und sicherer zu Fuß und mit dem Fahrrad zwischen Riensförde und Innenstadt unterwegs sein können. Wo derzeit lediglich auf einer Straßenseite ein zwei Meter breiter kombinierter Fuß- und Radweg vorhanden ist, soll künftig auf beiden Seiten ein durch einen Schutzstreifen getrennter Geh- und Radweg mit einer Gesamtbreite von knapp 4,50 Metern genutzt werden können.

Weitere Informationen über die Gesamtmaßnahme stellt die Stadt im Internet unter www.stadt-stade.info/harsefelderstrasse zur Verfügung. Dort werden auch aktuelle Meldungen veröffentlicht, ebenso auf den Social-Media-Kanälen bei Facebook und Instagram (jeweils: @HansestadtStd).

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H
Heiko Malinski
22.01.202606:18 Uhr

Zur Hölle mit dieser Planung. Kolk taugt nicht für Klimaschutz. Stade braucht einen neuen Baurat.

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