S3: Mann nimmt Frau in den Schwitzkasten – dann beißt sie zu
Körperliche Angriff in der S-Bahn. (Symbolbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Eine Frau wird gewürgt, zwei Männer weisen blutende Wunden auf: Ein Streit zwischen drei Fahrgästen der Hamburger S-Bahn eskaliert und wird ein Fall für die Bundespolizei.
Hamburg. Wie die Hamburger Bundespolizei mitteilt, soll es in der Nacht auf Montag, gegen 1.50 Uhr, in einer fahrenden S-Bahn der Linie S3 auf der Strecke Reeperbahn - Altona zu einer wechselseitigen Körperverletzung zwischen zwei 23-jährigen Männern und einer 26-jährigen Frau gekommen sein.
26-Jährige wird gewürgt – und schlägt Mann mit Regenschirm ins Gesicht
Ein verbaler Streit der drei soll in einen Angriff gemündet sein. Im Rahmen der körperlichen Auseinandersetzung soll der 23-jährige die 26-jährige im „Schwitzkasten“ gewürgt und ihr den Luftzufluss abgeschnürt haben.
„Die Frau soll wiederum den würgenden Mann im Oberkörper- sowie Armbereich mehrfach gebissen haben“, sagt Woldemar Lieder, Pressesprecher der Bundespolizei. Zudem soll die Frau dem zweiten beteiligten Mann, dem 23-jährigen mit einem Regenschirm ins Gesicht geschlagen haben. Zeugen der Tat trennten die drei Personen und wählten den Notruf.
Hamburger Bundespolizei nimmt zwei Männer und eine Frau fest
Die Bundespolizisten konnten in der S-Bahn im Bahnhof Altona die drei an der körperlichen Auseinandersetzung beteiligten Personen festnehmen sowie mehrere Zeugen ermitteln. „Die Beschuldigten bestätigten, dass sie sich wechselseitig attackiert hätten“, berichtet Lieder. Sie lehnten die Anforderung einer Rettungswagenbesatzung ab.
Die beteiligte Frau hatte keine sichtbaren Verletzungen, so die Bundespolizei. Ein 23-Jähriger habe sichtbare, blutende Verletzungen im Augen- und Nasenbereich aufgewiesen. Der andere 23-Jährige habe sichtbare, blutende Bisswunden am Unterarm und am Rücken gehabt. Den Regenschirm stellte die Bundespolizei als Tatmittel sicher.
„Der genaue Auslöser der körperlichen Auseinandersetzung bleibt Gegenstand der Ermittlungen“, berichtet der Hamburger Polizeisprecher. Atemalkoholkontrollen seien vor Ort nicht durchgeführt worden.
Die Beteiligten stellten jeweils Strafantrag wegen Körperverletzung. Es wurden gegen jeden Beschuldigten jeweils ein Strafverfahren wegen des Straftatverdachts „Körperverletzung bzw. gefährliche Körperverletzung“ eingeleitet.
6 Tipps der Bundespolizei zur Zivilcourage
- Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
- Fordern Sie andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
- Beobachten Sie genau und prägen Sie sich Täter-Merkmale ein.
- Organisieren Sie Hilfe unter Notruf 110.
- Kümmern Sie sich um Opfer.
- Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung.
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