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Hohe Energiepreise

SPD: Reiche lässt die Bürger im Stich

Wiese kritisiert, die Wirtschaftsministerin tue zu wenig. (Archivbild)

Wiese kritisiert, die Wirtschaftsministerin tue zu wenig. (Archivbild) Foto: Elisa Schu/dpa

Die Spritpreise erreichen Rekordwerte - doch die CDU-Seite der Bundesregierung finde nicht in den Krisenmodus, meint die SPD.

Von dpa Mittwoch, 08.04.2026, 13:25 Uhr

Berlin. In der Debatte um mögliche Entlastungen angesichts der hohen Energiepreise greift die SPD Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) scharf an. „Ich habe ehrlicherweise manchmal hier den Eindruck, Katherina Reiche lässt hier die Bürgerinnen und Bürger ehrlicherweise im Stich“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese. 

Reiche sei sich offenbar nicht bewusst, welche Krise bei einer erneuten Verschärfung der Lage im Iran auf Deutschland zukommen könne. „Es muss jetzt was passieren und dringend diese Krisensituation auch richtig adressiert werden“, betonte Wiese. Aktuell aber handele die Wirtschaftsministerin nicht. Stattdessen sei es Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), der die Debatte über Entlastungen und eine Deckelung der Spritpreise voranbringe. „Ich glaube, hier müssen wir noch mal jetzt den Druck erhöhen, dass auch Katherina Reiche endlich hier ins Handeln kommt“, sagte Wiese.

Die von der Union bevorzugte Entlastung über eine Erhöhung der Pendlerpauschale hält die SPD nicht für zielführend. Das spürten die Bürgerinnen und Bürger erst 2027, wenn sie die Steuererklärung für dieses Jahr machten. Stattdessen müsse man über einen Spritpreisdeckel diskutieren und mit einer Übergewinnsteuer direkte Entlastungen für die Menschen finanzieren.

Wolfgang Ciminski
09.04.202607:00 Uhr

Typischer SPD-Kokolores...

...auch einen Spritpreisdeckel bezahlt am Ende der Bürger über den erhöhten Schuldendienst/die Zinsen des Bundes.

Man kann eine höhere Pendlerpauschale (wenn dann beschlossen) für 2026 schon unmittelbar im Jahr 2026 steuerlich wirksam machen, indem man sich beim Finanzamt einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte (ELStAM) eintragen lässt. Dadurch bekommt man das Geld in 2026 monatlich über sein Nettogehalt, statt erst 2027 über die Steuererklärung.

Der Charme des Vorschlags von Frau Reiche: Die Erstattung erreicht nur wirklich die, die auch Lohn- und Einkommenssteuer zahlen, und das Auto für den Weg zur Arbeit nutzen.

Die anderen - und da zähle ich mittlerweile auch zu - sollen gefälligst ihre km-Leistung genau überdenken. Da ist volkswirtschaftlich noch VIEL Luft im System.

J
Jochen Mextorf antwortete am
09.04.202608:30 Uhr

VIEL Luft in der Argumentation. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Auch Rentner, die Steuern zahlen.

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