Zähl Pixel
Handel

Schlechtes Wetter verdirbt Baumärkten das Geschäft

Nach gutem Start ins Jahr verzeichneten die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland wegen des schlechten Wetters zuletzt einen Umsatzeinbruch.

Nach gutem Start ins Jahr verzeichneten die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland wegen des schlechten Wetters zuletzt einen Umsatzeinbruch. Foto: Oliver Berg/dpa

Im Mai knickte das für die Bau- und Gartenfachmärkte so wichtige Frühjahrsgeschäft ein. Bei zwei Produktgruppen sind die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr besonders eingebrochen.

Von dpa Mittwoch, 14.08.2024, 13:20 Uhr

Köln. Das schlechte Wetter im Mai und Juni und die anhaltende Kaufzurückhaltung vieler Verbraucher hat den Baumärkten und Gartencentern in Deutschland in der ersten Jahreshälfte das Geschäft verdorben. Kälte, Regen und Dauergewitter hätten die Stimmung nach dem guten Jahresauftakt getrübt, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) in Köln mitteilte. 

Im ersten Halbjahr 2024 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr demnach um 0,9 Prozent auf 11,15 Milliarden Euro. Zwischen April und Juni lagen sie sogar 4,5 Prozent niedriger. Die Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land habe für die Branche zwar einen positiven Effekt gehabt, dies jedoch nicht vollständig ausgleichen können. Die größten Rückgänge in den Sortimenten verzeichneten die Märkte in den ersten sechs Monaten des Jahres laut Verband bei Fliesen (-14,2 Prozent) und neuen Gartenmöbeln (-9,6). Zulegen konnten die Unternehmen bei Produkten wie Rasen- und Pflanzensaatgut sowie für Pflanzenschutz.

BHB-Vorstandssprecher Peter Tepaß zeigte sich trotzdem optimistisch: „Wetterbedingte Schwankungen hat es immer gegeben, und die letzten Wochen mit bereits wieder besseren Tendenzen zeigen deutlich, dass die Menschen ihre Gartenaktivitäten nur verschoben und nicht etwa aufgegeben haben.“

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

EU-Politiker will US-Zoll-Deal auf Eis legen

Das Oberste Gericht in den USA schiebt Präsident Trumps bisheriger Zollpolitik einen Riegel vor - er legt mit einer anderen Rechtsgrundlage nach. Doch was bedeutet das für den Zoll-Deal mit der EU?