Zähl Pixel
Ukraine-Krieg

US-Anbieter sperrt Ukraine Zugang zu Satellitenbildern

Dem ukrainischen Portal Militarnyi zufolge hat der US-Satellitenfotodienst Maxar den Zugriff der Ukraine auf seine Satellitenbilder gesperrt. (Archivbild)

Dem ukrainischen Portal Militarnyi zufolge hat der US-Satellitenfotodienst Maxar den Zugriff der Ukraine auf seine Satellitenbilder gesperrt. (Archivbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Neben dem Stopp der Militärhilfen hat die US-Regierung auch die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen an Kiew ausgesetzt. Eine Folge der Entscheidung wurde nun bekannt.

Von dpa Freitag, 07.03.2025, 18:20 Uhr

Kiew. Der Technologiekonzern Maxar aus den USA hat der Ukraine den Zugriff auf seine Satellitenbilder gesperrt. Die US-Regierung habe beschlossen, die ukrainischen Zugänge zu dem Satellitenbildservice Global Enhanced Geoint Delivery vorübergehend zu sperren, teilte das US-Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Eine Sprecherin der US-Behörde für Geographische Aufklärung (National Geospatial-Intelligence Agency), die für den Satellitenbildservice zuständig ist, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Aussetzung.

Zuvor hatten mehrere Nutzer dem ukrainischen Militärblog „Militarnyj“ unter der Bedingung, anonym zu bleiben, die Zugangssperrung bestätigt. Das betreffe sowohl Konten der Regierung als auch private Zugänge. Hintergrund ist nach Angaben von „Militarnyj“ der vorläufige Stopp von Geheimdienstinformationen an Kiew durch die USA. 

Die US-Regierung hatte nach dem Eklat bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus neben dem Stopp ihrer Militärhilfen auch die Bereitstellung nachrichtendienstlicher Informationen vorerst ausgesetzt.

„Militarnyj“ bezeichnete Maxar als womöglich führenden Anbieter kommerzieller Satellitenbilder für Nutzer in der Ukraine, wenn es um die Bewegung russischer Truppen oder die Folgen von Schäden an wichtigen Objekten sowohl in den besetzten Gebieten als auch in Russland geht.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

33 Tote aus Massengrab in Westkenia exhumiert

Der Fall gibt Kenias Ermittlern Rätsel auf: Leichenteile in Jutesäcken im Massengrab auf einem Friedhof im Westen des Landes. Eine Exhumierung wurde angeordnet, doch die Hintergründe sind noch unklar.

EU-Parlament will KI für Nacktbilder verbieten

Kampf gegen Deepfakes: Die Abgeordneten des Europäisches Parlaments wollen KI-Systeme, die sexuell eindeutige Bilder oder Videos erstellen können, verbieten. Spruchreif ist das noch nicht.