Bundesländer

Weil skeptisch bei Asylverfahren in Drittstaaten

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen. Foto: Hannes P. Albert/dpa

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht eine mögliche Auslagerung von Asylverfahren in Staaten außerhalb der Europäischen Union skeptisch. „Dass das eine Lösung unserer strukturellen Probleme sein wird, das glaube ich nicht“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Berlin vor Beratungen der Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzler Olaf Scholz.

Von dpa 20.06.2024, 17:30 Uhr

Berlin. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich zuvor auf ein Papier zum Thema Migration verständigt, in dem die Bundesregierung darum gebeten wird, „konkrete Modelle zur Durchführung von Asylverfahren in Transit- und Drittstaaten zu entwickeln und dabei insbesondere auch dafür erforderliche Änderungen in der EU-Regulierung sowie im nationalen Asylrecht anzugehen“.

Weil sprach von „sehr überschaubaren Folgen“ dessen, was bislang in Großbritannien passiert sei. Die konservative britische Regierung bemüht sich seit langem darum, Menschen, die ohne Erlaubnis einreisen, ins ostafrikanische Ruanda zu bringen. Sie sollen dort Asyl beantragen, eine Rückkehr nach Großbritannien ist nicht vorgesehen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Kilometerlanger Stau auf A7 in Hamburg

Autofahrer in Hamburg brauchen Geduld: Es staut sich am Elbtunnel und auf den Abschnitten vor und nach dem Tunnel. Für das erhöhte Verkehrsaufkommen gibt es mehrere Gründe.

Sturmböen an der Nord- und Ostseeküste

Der Deutsche Wetterdienst warnt an der Küste gebietsweise vor herabstürzenden Ästen und umherfliegenden Gegenständen. Das Wetter am Wochenende bestimmt das Tiefdruckgebiet „Cerry“.