Wieder Warnstreik im öffentlichen Dienst vor Tarifgesprächen
Vor der nächsten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder erhöhen die Gewerkschaften den Druck. (Archivbild) Foto: Markus Scholz/dpa
Die Gewerkschaften fordern die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr, mindestens 300 Euro pro Monat. Die Arbeitgeber lehnen das ab. Warnstreiks sollen den Druck erhöhen.
Hamburg. Erneut sind Beschäftigte in den Hamburger Bezirksämtern, beim Hamburg Service vor Ort, den Landes- und Fachbehörden, den Landesbetrieben sowie weiteren Ämtern und städtischen Einrichtungen zum Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder.
Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr
Einen Tag vor der Fortsetzung der Gespräche in dritter Runde an diesem Mittwoch in Potsdam wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Sie fordern unter anderem Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich aber mindestens 300 Euro mehr.
Die Arbeitgeber mit ihrem Verhandlungsführer, dem Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), haben bisher lediglich Eckpunkte, aber noch kein beschlussfähiges Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften sprachen nur von „einem Schnaps oberhalb der Inflation“.
Bereits in den vergangenen Wochen hatte es in ganz Deutschland immer wieder Warnstreiks gegeben.
Gewerkschaftsmitglieder wollen in kalte Elbe steigen
Für den Vormittag hat Verdi die Beschäftigten zu einer Streikkundgebung vor der Europa-Passage in der Innenstadt aufgerufen. Erwartet wird dort auch die stellvertretenden Verdi-Bundesvorsitzenden Christine Behle. Anschließend soll ein Demonstrationszug bis vor das Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof führen.
Der Beamtenbund dbb will nach einer Auftaktkundgebung an den Landesbrücken in die Hafencity marschieren, wo Gewerkschaftsmitglieder den Angaben zufolge ein Zeichen setzten und an den Magellan-Terrassen in die Elbe steigen wollen. So wolle man die „gefühlte Kälte der Arbeitgeberpolitik“ symbolisieren, hieß es.