„Zukunftswerkstatt“: Vorträge und Diskussion zum Thema Raumordnung
Bei der „Zukunftswerkstatt Landkreis Stade“ werden regelmäßig aktuelle Themen diskutiert. (Archivfoto) Foto: Landkreis/Daniel Beneke
Aktuelle Themen diskutieren und die Entwicklung der Region mitgestalten: Das ist Ziel der „Zukunftswerkstatt“ im Landkreis Stade. Die nächste ist am 18. Mai.
Landkreis. Beim nächsten Treffen der Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Landkreis Stade“ geht es um das Thema Raumordnung. Anlass ist die derzeit laufende Überarbeitung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP). Los geht es am Montag, 18. Mai, um 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses.
Was ist das Regionale Raumordnungsprogramm
Das RROP legt die Grundlagen für die Entwicklung der Städte und Gemeinden im Landkreis Stade. Spätestens alle zehn Jahre haben die Landkreise ihr RROP an den Rahmen des Landesraumordnungsprogramms anzupassen. Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen der Klimaveränderungen werden in den kommenden Jahren bei den konkreten Planungen der Städte und Gemeinden im Landkreis Stade eine deutlich wichtigere Rolle spielen.
Flächen für wichtige Infrastrukturen
Neue Flächen für Wind- und Solarparks, die von Investoren und Genossenschaften errichtet werden, aber auch der Schutz und die Regeneration von Mooren sind daher Schwerpunkte des RROP-Entwurfs. Neue Flächen für Wind- und Solarenergie spielen in der öffentlichen Diskussion eine besondere Rolle, festgelegt werden in den Raumordnungsprogrammen auf Hunderten Seiten Text und auf Karten aber auch viele andere wichtige Infrastrukturen wie Verkehrswege, Flächen für Wohnen, Einzelhandel und Gewerbe, Landwirtschaft, Industrie, Breitband- und Mobilfunktechnologie, Erholung sowie Natur- und Landschaftsschutz.
Aus dem Landesraumordnungsprogramm übernommen wird zudem die Einstufung des Alten Landes als Kulturelles Sachgut sowie Flächen für die Torferhaltung und den Biotopverbund.
Perspektive für die Landwirtschaft
Derzeit werden die im Rahmen der ersten Auslegung eingebrachten Stellungnahmen ausgewertet und eingearbeitet. Im Herbst kann die Kreispolitik dann über eine zweite Auslegung entscheiden. Deshalb möchte Landrat Kai Seefried genau jetzt mit interessierten Bürgern ins Gespräch kommen. In den Stellungnahmen wurden vor allem Fragen zur Perspektive für die Landwirtschaft und zur Rohstoffgewinnung aufgeworfen, weshalb hier die inhaltlichen Schwerpunkte der „Zukunftswerkstatt“ liegen werden.

Landrat Kai Seefried moderiert die „Zukunftswerkstatt Landkreis Stade“ im Kreishaus am Sande. (Archivfoto) Foto: Landkreis/Daniel Beneke
Landrat Kai Seefried führt in die Thematik ein. Dann wird der Leiter des Landkreis-Amtes Planung, Klimaschutz und Kultur, Simon Grotthoff, zum Stand des Neuaufstellungsverfahrens für das RROP und zu den Stellungnahmen aus der ersten Beteiligung sprechen.
Aktuelle Herausforderungen der Raumordnung aus Sicht der Landesplanung und der Genehmigungsbehörde stellt der Dezernent für Regionalentwicklung vom zuständigen Landesamt in Lüneburg, Dr. Stefano Panebianco, vor.
Fachgrundlagen zum Biotopverbund liefert der Hannoveraner Landschaftsplaner Jan-Christoph Sicard. Die Sicht der Landwirtschaft präsentiert Landvolk-Kreisgeschäftsführer Christoph Wilkens.
Landrat moderiert Podiumsdiskussion
Abschließend wird der Landrat eine Podiumsdiskussion mit Interessenvertretern sowie Planern moderieren, bei der sich auch das Publikum im Saal zu Wort melden kann.
Besucher können im großen Sitzungssaal des Stader Kreishauses dabei sein. Zur Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung per Mail an veranstaltungen@landkreis-stade.de notwendig. Zusagen werden nach dem Windhund-Verfahren (wer zuerst kommt, mahlt zuerst) erteilt. Die gesamte Veranstaltung wird per Livestream übertragen, der über die Landkreis-Internetseite abrufbar ist. (sal)
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