Corona-Inzidenzen sinken – Bundesweiter Wert erstmals seit Ende Januar unter 1000
Die Inzidenzwerte sinken - im Landkreis Stade, in den Nachbarkreisen, Niedersachsen und Deutschland. Aufgrund der Meldeverzögerungen am Osterwochenende bilden die Zahlen die tatsächliche Infektionslage jedoch nur bedingt ab.
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet für den Kreis Stade am Karsamstag eine Inzidenz von 1132,7 (Stand: 16. April, 3.10 Uhr). Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Sieben-Tage-Wert bei 1377,6 gelegen, am Sonnabend vor einer Woche bei 1298,2. Da das Kreis-Gesundheitsamt an Feiertagen und Wochenenden keine Zahlen an das RKI übermittelt, liegt der angegebene Inzidenzwert deutlich unter der tatsächlichen Zahl an Neuansteckungen. Die Nachmeldungen des Osterwochenendes fließen voraussichtlich erst am kommenden Mittwoch in die Statistik ein.
Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.
Weiterer Covid-19-Patient in den Elbe Kliniken
Mit Stand vom Donnerstag wurden im Landkreis seit Beginn der Pandemie 43.369 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Die Zahl der Verstorbenen, bei denen SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war, liegt bei 190.
In den Elbe Kliniken Stade und Buxtehude werden am Karsamstag 18 Corona-Patienten behandelt (+1 gegenüber der Vormeldung), unverändert drei von ihnen auf der Intensivstation (Stand 16. April, Quelle: FRL Stade).
Inzidenzwerte in den Nachbarkreisen
- Cuxhaven: 1327,8 (Vortag: 1497,3)
- Harburg: 1176,9 (Vortag: 1350,7)
- Rotenburg: 1244,5 (Vortag: 1479,2 )
Stand 16. April, 3.10 Uhr, Quelle: RKI
Niedersachsen hat deutschlandweit zweithöchsten Sieben-Tage-Wert
Der Inzidenzwert in Niedersachsen ist leicht gesunken. Er fiel auf 1108,2 nach 1339,7 am Donnerstag, wie das Robert Koch-Institut am Sonnabend meldete. Im Vergleich der Bundesländer hat Niedersachsen damit hinter dem Saarland weiter den zweithöchsten Wert. Die Inzidenz gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner sich binnen einer Woche neu mit dem Coronavirus angesteckt haben. Landesweit wurden - bedingt durch die Meldeverzögerungen infolge des Feiertags - keine neuen Corona-Infektionen registriert.
Die Hospitalisierungsinzidenz in Niedersachsen ist nach Angaben des Landes vom Freitag von 14,3 auf 13,9 gefallen. Der Wert gibt an, wie viele Menschen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner mit Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Die Hospitalisierung gilt als maßgeblich bei der Bewertung des Infektionsgeschehens. Auch die Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patientinnen und -Patienten ist den Angaben zufolge am Sonnabend leicht rückläufig: Der Wert sank von 5,9 Prozent am Vortag auf 5,6.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen wurde am Freitag im Landkreis Cloppenburg mit 1990,9 registriert, gefolgt vom Landkreis Nienburg (1702,5) und der Grafschaft Bentheim (1677,4). Die niedrigsten Werte meldeten Wilhelmshaven (627,8) und die Region Hannover (731,8).
Bundesweite Inzidenz liegt bei 876,5
Erstmals seit Ende Januar liegt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 1000. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonnabendmorgen mit 876,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1001,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1141,8 (Vormonat: 1607,1).
Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 37.568 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 150.675 registrierte Ansteckungen.
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 29 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 309 Todesfälle – allerdings war jener Freitag im Gegensatz zu dieser Woche kein Feiertag. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 23.376.879 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Mehr als 19 Millionen Menschen von Corona genesen
Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag 6,41 an (Mittwoch: 6,49). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonnabend mit 19.802.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 132.929. (vdb/mit dpa)