DLRG Horneburg/Altes Land ehrte engagierte Mitglieder
Ein Gruppenfoto der aktiven Mitglieder der DLRG Horneburg/Altes Land. Foto: Haky Foto
Die DLRG Horneburg/Altes Land blickte im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurück und ehrte engagierte Mitglieder.
Altes Land. Auf ihrer Jahreshauptversammlung blickte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Horneburg/Altes Land unter dem Vorsitz von Rainer Bohmbach auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Wie die DLRG mitteilte, standen im Fokus das ehrenamtliche Engagement vieler Mitglieder, die wachsenden Aufgaben in Einsatz, Ausbildung und Jugendarbeit sowie eine insgesamt positive Entwicklung der Ortsgruppe.
Jahreshauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land: Vorsitzender Rainer Bohmbach blickte zurück auf ein ereignisreiches Jahr und berichtete über wachsende Aufgaben in Einsatz, Ausbildung und Jugendarbeit. Foto: Haky Foto
Die Jahreshauptversammlung griff dabei die Entwicklung der Ortsgruppe in vielen Bereichen auf – von Einsätzen und Ausbildung bis hin zu Strategie, Mitgliederentwicklung und Perspektivplanung.

Verdienstabzeichen in Gold: Rainer Bohmbach zeichnet Volker Siebern aus. Foto: Haky Foto

Verdienstabzeichen in Silber: Rainer Bohmbach ehrt Jan Cordes. Foto: Haky Foto

Verdienstabzeichen in Bronze: Rainer Bohmbach ehrt Knut Willenbockel und Matthias Riel. Foto: Haky Foto
Mehrere Mitglieder wurden für ihren langjährigen Einsatz ausgezeichnet: Das Verdienstabzeichen in Gold erhielt Volker Siebern, mit dem Verdienstabzeichen in Silber wurde Jan Cordes geehrt. Das Verdienstabzeichen in Bronze erhielten Knut Willenbockel und Matthias Riel (Timo Gerke wird damit ebenfalls noch ausgezeichnet).

Andreas Witz wird von Rainer Bohmbach für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Foto: Haky Foto
Zahlreiche Mitglieder wurden für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft geehrt: Andreas Witz und Thomas Wicher für 50 Jahre, Martin Witt für 40 Jahre, Finja Matthiesen und Bernhard Josef Lindner für 25 Jahre und Peter Rößler für 10 Jahre.
Die Einsatzbilanz zeigt die Bandbreite der Aufgaben: 40 Einsätze mit zusammen 655 Stunden, darunter Personen- und Tiersuchen, Sicherheitswachen, technische Hilfeleistungen und ein Hilfsgütertransport für die Ukraine.
In Erinnerung geblieben sei dabei unter anderem das Großfeuer in Dollern, hieß es. Dabei unterstützte die DLRG die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr logistisch mit Zelten, der Ausleuchtung der Einsatzstelle sowie der Beschaffung von Treibstoff. Besonders hervorzuheben seien zudem mehrere erfolgreiche Suchen nach vermissten Personen.
Ungewöhnlicher Einsatz auf der Elbe
Auf der Elbe war die Ortsgruppe mehrfach gefordert, etwa bei technischen Hilfeleistungen für manövrierunfähige Boote. Ein besonders ungewöhnlicher Einsatz war ein herrenloses Segelboot, das sich in Hamburg-Wedel losgerissen hatte und ohne Besatzung am Lühe-Anleger vorbeitrieb. Es konnte durch die DLRG gesichert und später dem Eigner übergeben werden.
Die Einsatzfähigkeit wurde durch neue Strömungsretter und zusätzliche Ausrüstung weiter verbessert. Gleichzeitig entwickelte sich der Ausbildungsbereich positiv: Neben internen Qualifizierungen wurden 89 Schwimmabzeichen abgenommen und Erste-Hilfe-Kurse für die Öffentlichkeit ausgebaut. Aktuelle Kurse sind online unter www.horneburg.dlrg.de buchbar.
„Strategie 2030“: Neue Schwerpunkte gesetzt
Organisatorisch setzt die Ortsgruppe mit ihrer „Strategie 2030“ neue Schwerpunkte, um wichtige Zukunftsthemen systematisch anzugehen. Konkrete Veränderungen wurden bereits angestoßen, etwa in der Kommunikation und Ausbildung. Die Mitgliederzahl stieg auf 441, die Zahl der aktiven Einsatzkräfte und Ausbilder erhöhte sich auf 50. Auch die Jugendarbeit mit dem Jugend-Einsatz-Team entwickelt sich positiv. Insgesamt leisteten die Mitglieder fast 8000 ehrenamtliche Stunden.
Ersatzbeschaffungen für Fahrzeug und Boot geplant
Für 2026 stehen wichtige Ersatzbeschaffungen an, um die Einsatzfähigkeit der Ortsgruppe auch künftig aufrechterhalten zu können: für den in die Jahre gekommenen Einsatzleitwagen und das große Motorrettungsboot, das in der Saison dauerhaft am Lühe-Anleger in der Elbe liegt. Beide Lieferungen sollen bis Sommer erfolgen. Gleichzeitig stellen steigende Kosten und wegfallende Einnahmen – etwa durch Altkleiderverwertung – die Ortsgruppe vor finanzielle Herausforderungen.

Bei der Jahreshauptversammlung blickte die DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Foto: Haky Foto
Die Versammlung machte deutlich, so der Verein: Die Einsatzfähigkeit hängt weiterhin vom Engagement der Mitglieder sowie von externer Unterstützung ab. Insgesamt bleibt die DLRG Horneburg/Altes Land ein verlässlicher Bestandteil der Gefahrenabwehr und des gesellschaftlichen Lebens in der Region.
Weitere Infos: www.horneburg.dlrg.de. (sal)
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