Haushaltsauflösung: Müll illegal in Buxtehuder Wäldchen gekippt
In Buxtehude wurden Abfälle illegal in einem Wäldchen entsorgt (Symbolbild). Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Das ist dreist: Ein Hamburger Unternehmen soll Abfälle aus einer Haushaltsauflösung in einem Wäldchen in Buxtehude abgeladen haben. Doch es hat die Rechnung ohne die Anwohner gemacht.
Buxtehude. Eine Zeugin hat der Polizei am Montagabend um 19.41 Uhr einen weißen Transporter gemeldet. Das berichtet der Sprecher der Polizeiinspektion Stade, Matthias Bekermann. Die Insassen des Fahrzeugs entsorgten in dem Wäldchen an der Giselbertstraße/Ottenser Trift offenbar illegal Müll, berichtete die Frau. Die alarmierte Funkstreife traf den Transporter vor Ort jedoch nicht mehr an.
Hinweise im Müll bringen die Polizei auf die Spur
Allerdings entdeckten die Polizisten in den Abfällen, die offenbar aus einer Haushaltsauflösung stammten, Hinweise auf eine Person aus Horneburg.
Zwar trafen die Beamten die ermittelte Person an ihrer Horneburger Adresse nicht an, „ein aufmerksamer Nachbar konnte jedoch mitteilen, dass ein Hamburger Unternehmen bis etwa 18 Uhr eine Wohnung in dem Mehrparteienhaus geräumt hatte“, sagt Bekermann.
Tatverdacht gegen Hamburger Unternehmen
Der Nachbar hatte sich den Namen und die Telefonnummer des Unternehmens notiert. Gegen dieses Unternehmen richtet sich laut Polizeisprecher nun der Tatverdacht. Die weiteren Ermittlungen wurden zuständigkeitshalber an die Hansestadt Buxtehude übergeben.
Matthias Bekermann spricht den Zeugen ein Lob aus: „Der Fall zeigt, wie wichtig eine gewisse Aufmerksamkeit im Lebensumfeld ist. Ohne die Zeugin und den Nachbarn wäre es erheblich schwerer gewesen, einen Tatverdacht gegen das Hamburger Unternehmen zu belegen“. (pm/set)
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.