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Mehrere Glätteunfälle im Kreis Stade – und ausgebüxte Schafe

Schafe liefen zwischen zwischen Ruschwedel und Apensen frei herum.

Schafe liefen zwischen zwischen Ruschwedel und Apensen frei herum. Foto: Polizei

Wintereinbruch im Kreis Stade: Dreimal hat es auf den Straßen im Kreis Stade gekracht. Schafe haben die Polizei auf der Geest beschäftigt.

Von Redaktion Freitag, 02.01.2026, 11:29 Uhr

Landkreis/Hamburg. Am Freitagmorgen hat es im Landkreis geregnet und geschneit, meldet die Stader Polizei bei Instagram. Die Straßen seien „sehr glatt“. Sie bittet Autofahrer vorsichtig zu fahren und Fahrzeuge nur zu nutzen, wenn Winterreifen aufgezogen seien.

Wie Polizeisprecher Rainer Bohmbach dem TAGEBLATT auf Nachfrage berichtet, gab es gegen 5.50 Uhr den ersten Glätteunfall im Kreis Stade. Ein Auto kam in Bützfleth vom Obstmarschenweg ab und schlitterte in den Graben.

Eine Stunde später krachte es auf der Götzdorfer Straße in Stade. Ein Wagen ist in einer Kurve geradeaus gerutscht und mit einem entgegenkommenden Pkw zusammengestoßen.

Transporter landet in zwischen Dornbusch und Neuland im Graben

Von der L111 zwischen Drochtersen-Dornbusch und Neuland ist gegen 8.10 Uhr ein Fiat abgekommen. Der Transporter landete im Graben.

An der Kreisstraße 49 liefen zudem zeitweise Schafe zwischen zwischen Ruschwedel und Apensen frei herum. Die Polizei vertrieb die Tiere von der Straße und kontaktierte den Besitzer.

Im Landkreis Stade hat es am Freitagmorgen geschneit.

Im Landkreis Stade hat es am Freitagmorgen geschneit. Foto: Feindt

Auch die Cuxhavener Polizei berichtet von mehreren Verkehrsunfällen auf den glatten Straßen am Donnerstag und in den heutigen Morgenstunden.

Bei einem Unfall wurde ein 27-jähriger Cuxhavener im Bereichen zwischen den A27-Anschlussstellen Nordholz und Altenwalde leicht verletzt. In allen anderen Fällen blieb es bislang bei Sachschäden. Diese belaufen sich jedoch insgesamt auf über 100.000 Euro, so die Polizei.

Und gibt auf ihrem Whatsapp-Kanal Tipps:

  • Geschwindigkeit entsprechend anpassen
  • Keine hektischen Bremsmanöver
  • Keine zu schnellen Fahrstreifenwechsel
  • Genügend Sicherheitsabstand

Viele moderne Autos sind mit diversen technischen Assistenzsystemen ausgestattet, so die Polizei. Man dürfe sich aber nicht blind darauf verlassen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt im Landkreis Stade

am Freitag bis einschließlich 14 Uhr vor leichtem Schneefall mit Mengen zwischen 1 und 3 cm; bis 18 Uhr gilt eine Glättewarnung.

Zudem liegt bis 19 Uhr eine Warnung vor Windböen vor. Demnach können Böen mit Geschwindigkeiten um 55 km/h (15 m/s, 30 kn, Bft 7) aus westlicher Richtung auftreten. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen müsse mit Sturmböen um 65 km/h (18 m/s, 35 kn, Bft 8) gerechnet werden.

HVV meldet Störung für S-Bahn-Verkehr

Aktuell komme es auf allen Linien zu Verspätungen, sowie S-Bahnen, die schon vor ihrem eigentlichen Ziel wenden müssten, meldet der HVV über seine App. Es könne auch zu Ausfällen von einzelnen Verbindungen kommen.

Keine größeren Schäden durch Sturmflut an Elbe und Nordsee

Hochwasser und Sturmflut haben in der Nacht auf Freitag zunächst keine größeren Schäden verursacht. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg verzeichneten die Lagezentren bis zum frühen Morgen keine besonderen Vorkommnisse – abgesehen von örtlichen Überschwemmungen.

Der Wasserstand erreichte an der nordfriesischen Küste und im Elbegebiet zwischen 1,5 und 2 Meter über dem mittleren Hochwasser und damit Sturmflutniveau, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit. In Ostfriesland sowie am Messpunkt Wilhelm-Kaisen-Brücke in Bremen blieb der Wert hingegen unter der 1,5-Meter-Marke. Das Lagezentrum in Bremen teilte mit, das Wasser habe in der Stadt lediglich etwas höher als üblich gestanden.

Das Wasser der Elbe drückt bei Hochwasser und einer Sturmflut auf den Hamburger Fischmarkt (Aufnahme mit einer Drohne). 

Das Wasser der Elbe drückt bei Hochwasser und einer Sturmflut auf den Hamburger Fischmarkt (Aufnahme mit einer Drohne). Foto: Bodo Marks/dpa

Im Laufe des Tages wird mit weiterem Hochwasser im Norden gerechnet, eine erneute Sturmflut sagte das Bundesamt allerdings nicht mehr vorher.

Zufahrt zum Lühe-Anleger in Grünendeich geschlossen

Aufgrund der Hochwasservorhersagen bleibt der Lühe-Anlager bis voraussichtlich Samstagvormittag geschlossen. Darüber informiert Timo Gerke, Bürgermeister der Samtgemeinde Lühe in den sozialen Medien.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll es an der Nordsee auch im Verlauf des Tages noch stürmisch bleiben. Die Sturmböen können bis zu 100 km/h betragen und auf exponierten Berggipfeln sogar noch stärker sein.

Schnee- oder Sturmflut-Fotos

Haben Sie den Schnee im Kreis Stade oder die Sturmflut auf der Elbe fotografiert? Teilen Sie Ihre Schnappschüsse mit uns und schicken Sie sie – möglichst im Querformat, mit einer kleinen Info – an online@tageblatt.de.


(Hinweis: Mit dem Einsenden Ihrer Fotos erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung in allen TAGEBLATT-Medien einverstanden).(fe/mit dpa)

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

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