Jugendliche werfen Steine auf Autos – Flaschenwerfer auf A27?
Die Polizei musste in der Region mehrfach ausrücken, weil mit Gegenständen geworfen wurde (Symbolbild). Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Steine auf fahrende Pkw am Weichelsee in Rotenburg und ein ein mutmaßlicher Flaschenwurf im Kreis Cuxhaven beschäftigten die Polizei am Wochenende.
Rotenburg/Kreis Cuxhaven. Am Samstagabend machten Jugendliche am Weichelsee in Rotenburg auf sich aufmerksam: Sie warfen Steine auf vorbeifahrende Autos, teilt die Polizei am mit. Eine Autofahrerin beobachtete den Vorfall und alarmierte die Einsatzkräfte.
Gerichtsverhandlung
T Steine von A1- und A7-Brücke geworfen: Täter hatten ungewöhnliches Motiv
Einen Schaden an den betroffenen Fahrzeugen stellte die Polizei bisher nicht fest, heißt es. Beamte trafen am Ort eine größere Personengruppe an und kontrollierten sie.
Hinweise nimmt die Polizei Rotenburg unter 0 42 61/94 70 entgegen.
Hat ein Fahrradfahrer eine Flasche auf die A27 geworfen?
Ebenfalls am Samstagabend ist es gegen 18 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 27 im Kreis Cuxhaven gekommen. Den Angaben nach fuhr ein 57-jähriger Cuxhavener mit seinem Citroen in Fahrtrichtung Walsrode, als er auf der Überführung am Brückengeländer einen Fahrradfahrer stehen sah, der sich über die Brüstung über seinem Fahrstreifen beugte.
„Es sah danach aus, als würde der Mann eine Flasche fallen lassen wollen, woraufhin der 57-Jährige nach links auf den Überholfahrstreifen auswich“, heißt es in einer Mitteilung.
Polizei sucht Zeugen
Ein dort fahrender 27-jähriger Cuxhavener sei mit seinem Mercedes nach links ausgewichen und habe die Mittelschutzplanke touchiert. An seinem Wagen sei leichter Sachschaden entstanden.
Der Fahrradfahrer habe den Ort des Geschehens anschließend unerkannt verlassen. Die Polizei ermittelt gegen ihn unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und sucht Zeugen, die Hinweise auf den Verursacher geben können - zuständig ist die Polizei in Geestland, Telefon: 0 47 43/92 80.
Steinwürfe können als Mordversuch enden
Dass ähnliche Taten in schwereren Fällen massive Konsequenzen haben können, zeigt ein Fall aus der Region: Das Lüneburger Landgericht verurteilte im Januar 2026 zwei Männer wegen versuchten Mordes zu langen Haftstrafen.
Würfe von Autobahnbrücken
„Wertvoll gefühlt“: Geständnisse im Betonplatten-Prozess
Sie hatten Betonplatten, Eisenstangen, ein Verkehrsschild und einen Baumstamm von Autobahnbrücken in Niedersachsen, Thüringen und Bayern auf vorbeifahrende Fahrzeuge geworfen - auch auf der A1 im Landkreis Harburg und auf der A1 und A7 in den Landkreisen Rotenburg und Heidekreis.
Anschließend spielten sich die Männer als Ersthelfer auf. Ein 23-Jähriger aus Itzehoe erhielt zwölf Jahre Haft, ein 32-Jähriger aus Einhausen elf Jahre. Viele Opfer leiden bis heute unter Angstzuständen und Schlafstörungen. (pm/lw/vdb)
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