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Mitmachaktion

35.000 Hummeln beobachtet - Rekordbeteiligung

Die Mitmachaktion soll wichtige Erkenntnisse über die Verbreitung von Hummeln bringen und helfen, Schutzkonzepte zu entwickeln. (Archivbild)

Die Mitmachaktion soll wichtige Erkenntnisse über die Verbreitung von Hummeln bringen und helfen, Schutzkonzepte zu entwickeln. (Archivbild) Foto: Jens Büttner/dpa

Zweimal im Jahr soll die Bevölkerung im Dienst der Wissenschaft Hummeln fotografieren und melden. Diesmal machten so viele mit wie noch nie. Dabei waren auch seltene Funde.

Von dpa Mittwoch, 09.07.2025, 11:45 Uhr

München/Braunschweig. So viele Menschen aus ganz Deutschland wie noch nie haben in diesem Sommer bei einer Mitmachaktion Hummeln fotografiert und per App gemeldet. Rund 6.500 Menschen meldeten demnach 35.000 Hummel-Beobachtungen, teilten der Bund Naturschutz (BN) in Bayern und das Thünen-Institut in Niedersachsen mit. 28 verschiedene Hummelarten hätten diese beobachtet, darunter auch seltene Exemplare wie Bergwaldhummel, Pyrenäenhummel und Eisenhuthummel. 

Wichtige Bestäuber

BN und Thünen-Institut rufen zweimal im Jahr - jeweils zwei Wochen im Frühjahr und im Sommer - zu der sogenannten Hummel-Challenge auf. Dadurch wollen die Fachleute mehr Erkenntnisse darüber bekommen, wo welche Hummelarten in Deutschland verbreitet sind und wie diese besser geschützt werden können. Über die Hälfte der 41 Hummelarten in Deutschland steht dem BN zufolge auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Hummeln zählen laut dem Thünen-Institut zu den Wildbienen und damit zu den wichtigsten Bestäubern für die Landwirtschaft.

Am häufigsten wurden wie in den Vorjahren demnach Erdhummeln gesichtet, gefolgt von Ackerhummeln und Steinhummeln. Zum ersten Mal wurden dagegen die Pyrenäenhummel und die Eisenhuthummel gemeldet, die ausschließlich in den bayerischen Alpen vorkommen. Dies zeige, wie wichtig die Alpen für die Hummelvielfalt in Deutschland seien, betonte der BN.

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