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44. Verhandlungstag

Block-Prozess wird fortgesetzt - Kripobeamtin soll aussagen

Der Prozess gegen Christina Block soll mit der Vernehmung einer Kriminalbeamtin fortgesetzt werden. (Archivfoto)

Der Prozess gegen Christina Block soll mit der Vernehmung einer Kriminalbeamtin fortgesetzt werden. (Archivfoto) Foto: Marcus Brandt/dpa

Im Prozess gegen Christina Block soll die Hauptermittlerin der Hamburger Polizei befragt werden. Zur Sprache kommen könnten auch Überwachungsaufnahmen von einem Hotel, das der Familie Block gehört.

Von dpa Montag, 20.04.2026, 03:35 Uhr

Hamburg. Nach fast dreiwöchiger Unterbrechung soll heute (9.30 Uhr) der Prozess um die Entführung der Block-Kinder fortgesetzt werden. Die Strafkammer am Landgericht Hamburg hat die Hauptermittlungsführerin der Hamburger Polizei als Zeugin geladen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Beamtin leitete die Ermittlungen nach der Entführung der beiden Kinder in der Silvesternacht 2023/24 aus Dänemark. 

Möglicherweise geht es an dem Verhandlungstag auch um neues Beweismaterial, das die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben übermittelt hat. Es handelt sich um Überwachungsaufnahmen vom Hotel „Grand Elysée“. Nach einem Bericht des „Spiegel“ zeigen die Aufnahmen, dass Christina Block das der Familie gehörende Hotel am 28. Dezember 2023 betreten und verlassen habe. An jenem Tag kurz vor der Rückholaktion der Kinder nach Deutschland soll sich Block nach Angaben von Zeugen mit den Entführern getroffen haben. Blocks Verteidiger Ingo Bott hat erklärt, dass es ein solches Treffen nie gegeben habe.

Die Hamburger Unternehmerin ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals zehnjährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter vom Wohnort ihres Ex-Manns nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, bestreitet das. In dem Prozess gibt es sechs Mitangeklagte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sieben weitere Beschuldigte. 

Am vergangenen Dienstag war ein geplanter Verhandlungstag ausgefallen, weil zwei Angeklagte wegen eines Streiks bei einer Fluggesellschaft im Ausland festsaßen.

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