Zähl Pixel
Welthandel

China, Japan, Südkorea reden vor US-Zöllen über Freihandel

Die Handelsminister Südkoreas, Japans und Chinas haben über Freihandel gesprochen.

Die Handelsminister Südkoreas, Japans und Chinas haben über Freihandel gesprochen. Foto: Lee Jung-hoon/Yonhap via AP/dpa

Nach langer Zeit treffen sich die Handelsminister der drei wichtigsten Wirtschaften Ostasiens. Sie vereinbaren mehr Zusammenarbeit. Doch das ist nicht das einzige Thema.

Von dpa Sonntag, 30.03.2025, 10:06 Uhr

Seoul. Die Handelsminister Südkoreas, Chinas und Japans haben bei einem seit langem erstmals wieder abgehaltenen Treffen vereinbart, ein Freihandelsabkommen voranzutreiben. Südkoreas Handelsminister Ahn Duk Geun empfing seine Amtskollegen Yoji Muto aus Japan und Wang Wentao aus China wenige Tage vor dem Inkrafttreten weiterer US-Zölle in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. 

In einer gemeinsamen Erklärung einigten sich die drei Landesvertreter darauf, ein koreanisch-japanisch-chinesisches Freihandelsabkommen zu fördern und betonten, dass es notwendig sei, in Wirtschaft und Handel enger zusammenzuarbeiten. Der Erklärung zufolge trafen sich die Handelsminister der drei Länder in dieser Form erstmals wieder seit sechs Jahren.

Für stabileren Welthandel

Angesichts der sich schnell wandelnden globalen Wirtschafts- und Handelsumfeldes sei das Treffen auch für die internationale Gemeinschaft von wichtiger Bedeutung, sagte Ahn laut Südkoreas amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap. Er rief demnach dazu auf, die Rolle der Welthandelsorganisation wiederherzustellen, um für den Welthandel ein stabiles Umfeld zu schaffen. 

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump führte seit dessen Amtseinführung im Januar bereits verschiedene Handelszwänge ein. Auf Waren aus China entfallen an der Grenze etwa 20 Prozent Aufschläge. In der kommenden Woche sollen außerdem 25 Prozent Zölle auf Autoimporte in die USA in Kraft treten. Südkorea und Japan sind wichtige Autoexporteure in die Vereinigten Staaten.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Studie: US-Amerikaner zahlen selbst für Zölle

Eine Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft zeigt: Fast die gesamte Last der US-Strafzölle tragen amerikanische Käufer. Gleichzeitig müssen exportierende Länder neue Märkte erschließen.

Salatgurken verteuern sich drastisch

Die Preise für Salatgurken schießen innerhalb eines Monats um mehr als 40 Prozent in die Höhe. Auch andere Gemüsesorten sind teurer geworden. Eine Expertin erklärt, warum.