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Elbfähre Wischhafen-Glückstadt bleibt im Hafen – Streik beim HVV

Die Elbfähre Wischhafen-Glückstadt hat vorerst ihre Fahrten eingestellt.

Die Elbfähre Wischhafen-Glückstadt hat vorerst ihre Fahrten eingestellt. Foto: Hellwig

Bis Dienstag sollen die Fahrten der FRS-Elbfähre ausfallen - Schuld ist das Eis. Anders sieht es in Hamburg aus: Dort streiken am Montag die HVV-Mitarbeiter.

Von Redaktion Freitag, 30.01.2026, 13:16 Uhr

Wischhafen. Wegen „Eisgangs und der Ostwetterlage“ hat die Elbfähre Wischhafen-Glückstadt ihren Betrieb eingestellt. Das teilt der Fährbetreiber auf seiner Homepage mit. Die Fahrten sind voraussichtlich bis zum nächsten Dienstag, 3. Februar 2026, gestrichen. „Wir beobachten die Lage täglich und werden diesen Hinweis regelmäßig aktualisieren“, heißt es auf der Homepage.

Auch in Hamburg müssen sich Fahrgäste auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen.

Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr Hamburgs

Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen sich am Montag in Hamburg auf erhebliche Einschränkungen bei U-Bahnen und Bussen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat unter anderem Beschäftigte der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen.

Neben Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr seien auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mehrerer Betriebe im öffentlichen Dienst aufgefordert, die Arbeit niederzulegen. Dazu zählen laut Verdi Beschäftigte aus der TU Harburg, aus Bezirksämtern, Hamburg Service vor Ort, Landes- und Fachbehörden, Schulen, Feuerwehr, Landesbetrieben, Senat und Personalamt, Senatskanzlei, Datenschutz und Informationsfreiheit, Bürgerschaft und Rechnungshof.

Warnstreiks im Nahverkehr beginnen um 3 Uhr

Die Warnstreiks bei der VHH und der Hamburger Hochbahn beginnen nach Gewerkschaftsangaben am Montag um 3 Uhr. Auch die Nachtbusse von Montag auf Dienstag seien vom Warnstreik betroffen. Am Morgen sei beim Busbetriebshof der Hochbahn in Harburg eine Kundgebung geplant. Von dort führe dann ein Demonstrationszug bis zum Harburger Rathausplatz, wo um 10:30 Uhr die gemeinsame Streikkundgebung der Beschäftigten von Hochbahn, VHH und aus dem öffentlichen Dienst der Länder stattfinde.

Verzögerungen bei der Containerabfertigung im Hafen möglich

Wegen Arbeitskampfmaßnahmen beim Veterinäramt könne es auch bei der Containerabfertigung im Hamburger Hafen zu Verzögerungen kommen, teilte Verdi mit. Ebenso sei zu erwarten, dass an den Schleusen im Alster- und Billerevier nur sehr eingeschränkt gearbeitet werde. Verdi betonte, dass bei der Feuerwehr nur der technische Dienst bestreikt werde, der Rettungsdienst bleibe voll funktionsfähig.

ÖPNV in Bremen steht still

Wegen des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi fallen in Bremen am kommenden Montag alle Busse und Bahnen aus. Der Betrieb werde am Montag ab 3 Uhr aus Sicherheitsgründen für 24 Stunden stillstehen, sagte eine BSAG-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Busfahrer in Schleswig-Holstein streiken

Fahrgäste in den vier kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins müssen sich am Montag auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Im Tarifstreit bei den großen kommunalen Busunternehmen im Norden hat die Gewerkschaft Verdi die Busfahrer in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg zu einem Warnstreik aufgerufen.

Bundesweiter Aktionstag - nur nicht in Niedersachsen

Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Aktion ist Teil bundesweiter Arbeitsniederlegungen in mehreren Bundesländern. Niedersachsen ist nach Angaben von Verdi zunächst nicht betroffen. Für die etwa 5.000 Beschäftigten in Niedersachsen gelte noch die Friedenspflicht, in der nicht gestreikt werden darf.

Laut dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Niedersachsen endet die Friedenspflicht hier erst Ende März. Bis dahin dürfe hier nicht gestreikt werden.„Unsere kommunalen Mitgliedsunternehmen werden am kommenden Montag fahren und werden nicht bestreikt“, sagte Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV Niedersachsen. „Wir haben bis zum 31. März 2026 Friedenspflicht in Niedersachsen.“

Hintergrund sind Verhandlungen über neue Manteltarifverträge für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe in diesem Frühjahr in allen Bundesländern. In den Verhandlungen fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

Das fordert Verdi in Hamburg und Niedersachsen

„Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck“, sagt die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle laut Mitteilung. „Wir brauchen hier dringend Verbesserungen, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder verlässlich Fachkräfte für den öffentlichen Nahverkehr zu finden.“

Verdi fordert für die Hamburger Hochbahn-Beschäftigten unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent in Verbindung mit einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen, die Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 7,5 Prozent und die Einführung eines Mietkostenzuschusses in Höhe von 200 Euro pro Monat für Auszubildende. Auch die vollständige Kostenübernahme des Deutschlandtickets und eine Altersteilzeit seien Teil des Forderungspakets.

Kein Angebot der Hochbahn-Arbeitgeber

Bei der ersten Verhandlungsrunde heute legten die Hochbahn-Arbeitgeber laut Verdi kein Angebot vor. Daneben wird derzeit bei der VHH ein neuer Manteltarifvertrag verhandelt. Zwei Verhandlungsrunden hätten dort bislang keine Einigung gebracht.

Auch im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder sei in der zweiten Verhandlungsrunde lediglich eine Lohnsteigerung in Höhe der aktuellen Inflation und einen „Schnaps“ darüber in Aussicht gestellt worden.

In Niedersachsen starten die Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr erst Mitte Februar, wie der KAV Niedersachsen mitteilte. Verhandelt werde dann für insgesamt zehn kommunale Nahverkehrsunternehmen unter anderem in Hannover, Braunschweig, Göttingen und Osnabrück. Streiks seien dann aber noch bis Ende März ausgeschlossen. (set/dpa)

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Ilse Berdien
30.01.202618:02 Uhr

Streikt ordentlich, damit die Kasse leer wird . Die einzigen die Wirklich an dem Streik verdienen sind eure Gewerkschaftsbosse . Den ohne euer Geld könnten die nicht so Saus und Braus leben .
Ihr habt nur weniger im Portmonee ! Die Zahl des Geldes ist zwar höher, nur der Wert von eurem Geld wird jedes Jahr kleiner. Da alles andere auch wieder den Preis anheben wird . Ach ja und eure Rente ist später auch nix mehr wert. Also immer schön Streiken den Erfolg bekommt ihr im Alter .

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