Fast zwei Drittel der neuen Busse in SH fahren emissionsfrei
Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) freut sich über die Quote sauberer Autos der öffentlichen Hand. (Archivbild) Foto: Axel Heimken/dpa
Mehr als 60 Prozent der neuen Busse im Norden fahren emissionsfrei. Welche Vorgaben die öffentliche Hand hat – und wie ein Gesetz die Wende im Nahverkehr vorantreibt.
Kiel. Auf Schleswig-Holsteins Straßen fahren mehr schadstoffarme und emissionsfreie Fahrzeuge der öffentlichen Hand. Im Zeitraum vom 2. August 2021 bis Ende 2025 war ein Teil der von öffentlichen Auftraggebern neu beschafften Straßenfahrzeuge nach Angaben des Verkehrsministeriums sauber oder emissionsfrei. Bei Autos, Kleinbussen und Kleintransportern lag der Anteil bei 42,1 Prozent – nahezu jedes zweite Fahrzeug. Bei Lastwagen, etwa Müllfahrzeugen, betrug der Anteil 28,9 Prozent.
Pkw, Kleinbusse und Kleintransporter gelten als sauber, wenn sie maximal 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen, sagte eine Ministeriumssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Lkw und Busse würden als sauer gelten, wenn sie mit alternativen Brennstoffen fahren, die nicht mit fossilen Brennstoffen vermischt sein dürfen.
Viele E-Busse
Demnach galten 72,5 Prozent der neu gekauften Busse als sauber, weil sie einen Elektro- oder Wasserstoff-Antrieb haben. Bei 61,9 Prozent der Busse handelte es sich um emissionsfreie E-Busse.
Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) sagte dpa: „Dieses positive Ergebnis verdanken wir in erster Linie den Kommunen und ihren Unternehmen, die zusätzliche Kosten für einen Umstieg auf saubere und emissionsfreie Straßenfahrzeuge im Sinne des Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetzes zum Wohle einer besseren Umwelt mit geringeren Luftschadstoffemissionen nicht gescheut haben“.
Das Gesetz verpflichtet die öffentliche Hand, einen bestimmten Anteil an Straßenfahrzeugen emissionsfrei beziehungsweise schadstoffarm zu beschaffen und damit die CO2- und Luftschadstoff-Emissionen im Verkehrsbereich zu reduzieren.
Nach Ministeriumsangaben betrugen die Mindestziele im Referenzzeitraum bis Ende 2025 bei Autos, Kleinbussen und Kleintransportern 38,5 Prozent, bei Lkw 10 Prozent sowie bei Bussen 45 Prozent (sauber) und 22,5 Prozent (emissionsfrei).
Im aktuellen Referenzzeitraum bis Ende 2030 steigen die Anforderungen auf 38,5 Prozent (Autos, Kleinbusse, Kleintransporter), 15 Prozent Lkw sowie bei Bussen auf 65 Prozent (sauber) und 32,5 Prozent (emissionsfrei).