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Energie

Gas vor Borkum: One-Dyas plant weitere Plattform

Blick auf eine Bohrinsel des niederländischen Unternehmens One-Dyas in der Nordsee. (Archivbild)

Blick auf eine Bohrinsel des niederländischen Unternehmens One-Dyas in der Nordsee. (Archivbild) Foto: Lars Penning/dpa

Nur 650 Meter vor der deutschen Grenze will One-Dyas eine neue Gasplattform in die Nordsee bauen. Stellungnahmen sind noch möglich.

Von dpa Freitag, 24.04.2026, 17:55 Uhr

Borkum. Das niederländische Unternehmen One-Dyas will die umstrittene Gasförderung in der Nähe der deutschen Nordseeinsel Borkum weiter ausbauen. Wie das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mitteilte, plant One-Dyas zusammen mit Partnern, rund 40 Kilometer vor der niederländischen Küste eine sogenannte Satellitenplattform zu errichten. Über eine etwa 14 Kilometer lange Pipeline soll diese dann an eine bereits bestehende Plattform angeschlossen werden.

Ziel des Unternehmens sei es, Erdgas aus den Teilfeldern N04-A und N04-C zu gewinnen. Sowohl die Satellitenplattform als auch die Pipeline und die Bohrungen dafür seien komplett auf niederländischem Territorium geplant. Die Umweltverträglichkeitsprüfung sei daher ausschließlich nach niederländischem Recht vorzunehmen. 

Da die Plattform nur 650 Meter von der Grenze zu Deutschland entfernt liege und die Teilfelder N04-A und N04-C bis in den deutschen Sektor der Nordsee reichten, seien grenzüberschreitende Auswirkungen des Vorhabens allerdings nicht auszuschließen. Deswegen werde Deutschland in die Umweltprüfung einbezogen. Stellungnahmen sind bis 5. Juni möglich.

Auch Bohrungen in Deutschland geplant

One-Dyas plant seit längerem auch, unter deutschem Staatsgebiet nahe Borkum nach Erdgas zu bohren. Das LBEG hatte dem Energieunternehmen dafür im August 2024 eine Genehmigung erteilt. Eine Klage der Umwelthilfe dagegen wies das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg vor wenigen Tagen ab.

Eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht hat das OVG nicht zugelassen. Dagegen kann aber binnen eines Monats nach dem Urteil Beschwerde eingelegt werden. 

Umweltschutzverbände und Insulaner in Deutschland und in den Niederlanden lehnen das Projekt ab. Sie befürchten Umweltschäden für das benachbarte Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer und sehen Klimaschutzziele in Gefahr.

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