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Fußball-WM

Haaland trifft wieder doppelt: Norwegen vorzeitig weiter

Trifft und trifft: Norwegens Topstürmer Erling Haaland (M.).

Trifft und trifft: Norwegens Topstürmer Erling Haaland (M.). Foto: Tom Weller/dpa

Erling Haaland bleibt bei der WM in Torlaune. Gegen Senegal braucht er etwas Anlauf, schlägt dann aber wieder zu. Die Norweger buchen das Ticket für die K.-o.-Runde. Nun geht es um den Gruppensieg.

Von Christoph Lother und Florian Lütticke, dpa Dienstag, 23.06.2026, 04:05 Uhr

East Rutherford. Erling Haaland knipst weiter. Auch dank des nächsten Doppelpacks seines Stürmerstars hat Norwegens Fußball-Nationalteam bei der WM vorzeitig die K.-o.-Runde erreicht. Die Skandinavier bezwangen Senegal mit 3:2 (1:0) und feierten ihren zweiten Sieg im Turnier. 

Beim Vorrundenabschluss gegen Frankreich müssen sie gewinnen, um Platz eins in der Gruppe I zu sichern. In dem Duell geht es auch um den möglichen deutschen Achtelfinal-Gegner. Senegal indes droht nach der zweiten Niederlage das Aus.

Marcus Pedersen brachte Norwegen vor 80.663 Zuschauern in East Rutherford in der 43. Minute in Führung. Haaland (48./58.) legte die weiteren Tore nach. Ismaila Sarr (53./90.+3) erzielte beide Treffer für die Westafrikaner. 

Der US-Wetterdienst hatte wegen starken Regens vor der Partie vor möglichen Überschwemmungen gewarnt. Das Spiel ging aber planmäßig über die Bühne.

Haaland erst blass - dann mittendrin

Nach seinem starken WM-Debüt mit zwei Toren beim 4:1 gegen den Irak waren auch diesmal alle Augen auf Norwegens Topstürmer Haaland gerichtet. Lange Zeit war der Angreifer von Manchester City im ersten Durchgang kaum zu sehen. Dann stand er aber doch wieder im Blickpunkt - und zwar mehrfach.

Erst legte der frühere Dortmunder den Ball mustergültig für Kapitän Martin Ödegaard ab, der jedoch an Senegals stark reagierendem Keeper Edouard Mendy scheiterte (37.). Dann vergab Haaland selbst eine Riesenchance: Nachdem er Mendy die Kugel abgeluchst hatte, knallte der Torjäger sie aus kurzer Distanz - aber auch recht spitzem Winkel - an den Pfosten (45.+4).

Dortmunds Ryerson verletzt raus

Pedersen hatte es kurz zuvor besser gemacht. Der Außenverteidiger profitierte ebenfalls von einem dicken Patzer in Senegals Defensive und traf zur Führung der Skandinavier. Die war verdient, wurde allerdings durch einen Ausfall getrübt.

Nur wenige Tage nach dem verletzungsbedingten WM-Aus seines deutschen Clubkollegen Nico Schlotterbeck musste auch Norwegens BVB-Profi Julian Ryerson angeschlagen raus (13.). Der 28-Jährige, der später mit einem dicken Eisbeutel auf dem Oberschenkel draußen saß, wurde ersetzt durch: Pedersen.

Und Senegal? Spielte munter mit, war in Halbzeit eins aber zu harmlos. Das galt auch für Nicolas Jackson. Der Stürmer, vergangene Saison auf Leihbasis beim FC Bayern, war wie schon gegen Frankreich (1:3) ein Aktivposten seines Teams.

Technisch anspruchsvoll: Haalands Tor zum 3:1.

Technisch anspruchsvoll: Haalands Tor zum 3:1. Foto: Tom Weller/dpa

Royaler Besuch auf der Tribüne

Im zweiten Durchgang waren keine drei Minuten gespielt, da erhöhte Haaland nach feinem Zuspiel von Ödegaard auf 2:0 - sehr zur Freude von Norwegens Erbprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus auf der Tribüne.

Die Senegalesen schlugen zurück: Sarr traf nach Vorarbeit von Altstar Sadio Mané. Doch danach übernahmen wieder die Norweger das Kommando - unterstützt von ihren lautstarken Fans, die auf den Rängen erneut fleißig ruderten. Haaland nutzte den nächsten Aussetzer in der Abwehr der Senegalesen, sein Schuss flog von der Unterkante der Latte ins Tor. 

Die norwegischen Fans zeigen ihre Ruder-Choreografie.

Die norwegischen Fans zeigen ihre Ruder-Choreografie. Foto: Tom Weller/dpa

Kurz später musste Senegal-Keeper Mendy angeschlagen raus und durch Mory Diaw ersetzt werden. Der ehemalige Afrikameister versuchte, sich noch mal ins Spiel zurückzukämpfen. Sarrs Fallrückzieher verfehlte zunächst das Ziel (83.). Zehn Minuten später machte es der 28-Jährige mit seinem zweiten Treffer noch einmal richtig spannend - die letzten Offensivbemühungen Senegals blieben aber erfolglos.

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