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Simulationslabor

Hochschule eröffnet interaktiven Übungsraum für Pflegeberufe

In realitätsnahen Simulationen trainieren Studierende komplexe Versorgungssituationen.

In realitätsnahen Simulationen trainieren Studierende komplexe Versorgungssituationen. Foto: Frank Molter/dpa

Blutdruck messen, Reanimation üben, Perspektiven wechseln: das HealthLab der Hochschule Flensburg will die Pflegeausbildung auf ein neues Level heben.

Von dpa Mittwoch, 04.03.2026, 17:05 Uhr

Flensburg. Mit einem sogenannten HealthLab will die Hochschule Flensburg die praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Ausbildung im Pflegestudiengang stärken. In realitätsnahen Simulationen trainieren Studierende komplexe Versorgungssituationen, bevor sie Verantwortung in der Praxis übernehmen, teilte die Hochschule bei der offiziellen Eröffnung der Einrichtung am Institut für eHealth, Management und Versorgung im Gesundheitswesen mit. Das hochmoderne Simulations- und Trainingszentrum sei zentraler Bestandteil des Pflegestudiengangs.

Im HealthLab trainieren Studierende komplexe Pflegesituationen in einem geschützten Rahmen, bevor sie in der realen Versorgung Verantwortung übernehmen, wie die Hochschule weiter mitteilte. Dabei kommen sogenannte High-Fidelity-Simulatoren zum Einsatz – lebensechte Patientensysteme, die atmen, sprechen, auf Maßnahmen reagieren und medizinische Zustände realitätsnah simulieren können. Die Szenarien werden demnach aus einem Regieraum gesteuert, aufgezeichnet und anschließend gemeinsam analysiert. 

Am Mittwoch eröffnete die Hochschule mit dem „HealthLab“ einen interaktiven Übungsraum für Studierende.

Am Mittwoch eröffnete die Hochschule mit dem „HealthLab“ einen interaktiven Übungsraum für Studierende. Foto: Frank Molter/dpa

Trainings von Blutdruckmessung bis Reanimation 

Ziel sei es, klinische Entscheidungsfähigkeit, professionelle Kommunikation und strukturierte Reflexion systematisch zu fördern. Das HealthLab bilde klinische, ambulante und langzeitpflegerische Settings ab. Studierende trainieren den Angaben zufolge unter anderem Blutdruckmessung, das Legen von Kathetern, Infusionstherapie, Wundmanagement, Reanimation und Lagerungstechniken. Auch die kontinuierliche Krankenbeobachtung – also das Erkennen von Veränderungen im Zustand einer Patientin oder eines Patienten – ist laut Hochschule Bestandteil der Simulationen.

Die Simulation ist demnach fest in das Curriculum integriert, inklusive Prüfungsformaten im Labor. „Theorie, Übung und Praxiseinsatz greifen systematisch ineinander“, heißt es. Neben modernster Simulationstechnik verfügt das HealthLab über eine Ausstattung wie auf einer realen Station. Ein Alterssimulationsanzug ermögliche darüber hinaus Perspektivwechsel und Empathietraining.

Damit soll die praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Ausbildung im Pflegestudiengang gestärkt werden.

Damit soll die praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Ausbildung im Pflegestudiengang gestärkt werden. Foto: Frank Molter/dpa

Simulationslabore gewinnen an Bedeutung

Simulationslabore sind international, etwa in Dänemark, nahezu flächendeckend etabliert. Auch in Deutschland gewinnen sie den Angaben zufolge im Zuge der Akademisierung der Pflege zunehmend an Bedeutung. Mit dem HealthLab will sich die Hochschule Flensburg frühzeitig in diesem zukunftsrelevanten Feld positionieren.

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