Zähl Pixel
Pianist

Igor Levit wünscht sich mehr Einsatz für Demokratie

Der Pianist Igor Levit lebt in Berlin.

Der Pianist Igor Levit lebt in Berlin. Foto: Britta Pedersen/dpa

Die Kämpfe in den kommenden Jahren werden härter werden, sagt der Pianist. Der Kanzler müsse anfangen, das zu erklären. Von den Reaktionen nach dem Massaker der Hamas zeigt er sich enttäuscht.

Von dpa Freitag, 29.12.2023, 08:35 Uhr

Berlin. Der in Berlin lebende Pianist Igor Levit wünscht sich mehr gesellschaftlichen Einsatz für die Demokratie im kommenden Jahr. „Ich wünsche mir, dass der Bundeskanzler anfängt zu erklären, dass die Kämpfe in den kommenden Jahren eher härter werden“, sagte der 36-Jährige im Gespräch der Deutschen Presse-Agentur. „Und dass es immer wert sein wird, für unsere Werte zu kämpfen.“

Mit Blick auf eine Solidaritätsdemonstration gegen Antisemitismus und Rassismus Anfang Dezember sagte der jüdische Pianist: „Etwa 3000 Menschen auf den Straßen sind viel zu wenig. Ich wünsche mir, dass unsere Gesellschaft anfängt, Resilienz und Empathie zu lernen.“

Viele Gesten der Solidarität seien performativ, so Levit. „Ich habe viele Solidaritätskonzerte für die Ukraine gegeben, das hat den Krieg auch nicht beendet.“ Wenn Gesten der Empathie aber ausblieben, sei das umso schmerzhafter.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Pink Floyds Gitarrenmagier: David Gilmour wird 80

Mit Pink Floyd schrieb David Gilmour Musikgeschichte. Doch der Gitarrenvirtuose will nicht in der Vergangenheit leben – und sammelt auf seinem Hausboot neue Ideen. Große Tourneen plant er nicht mehr.

Los, verführ mich! Die sexy Serie „Vladimir“

Rachel Weisz spielt in der Netflix-Serie „Vladimir“ eine Mittfünfzigerin, die einen deutlich jüngeren Mann begehrt – erst ist sie fasziniert, dann verfällt sie ihm. Mit weitreichenden Konsequenzen.