Klette-Prozess: Erste Aussagen zum Überfall in Osnabrück
Die Staatsanwaltschaft wirft der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette und ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub zahlreiche Raubüberfälle vor. Vor Gericht ist nun über eine Tat in Osnabrück gesprochen worden. Foto: Focke Strangmann/dpa
Hochschwanger und in Angst: Eine Kassenleiterin schildert, was sie am 2. Januar 2015 erlebte und warum sie den Tresor öffnete.
Verden. Im Prozess gegen die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette ist erstmals über den Raubüberfall vom 2. Januar 2015 in Osnabrück gesprochen worden. Vor dem Landgericht Verden schilderten zwei Frauen ihre Erinnerungen an die Tat. Damals überfielen zwei Männer einen Supermarkt und erbeuteten aus dem Kassenbüro rund 60.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei den Tätern um Klettes Komplizen, die ehemaligen RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub handelt und auch Klette an dem Überfall beteiligt war.
Ex-RAF-Terroristin vor Gericht
Wie es im Prozess gegen Daniela Klette weitergeht
Ihr sei sofort klar gewesen, dass es ein Überfall ist, berichtete die damalige Kassenleiterin des Supermarktes, die zum Zeitpunkt des Überfalls hochschwanger war. „Ich hatte sehr viel Angst.“ Mit klaren Worten berichtete die 42-Jährige, wie sie einer Kollegin die Tür öffnete und diese plötzlich von zwei maskierten Männern ins Kassenbüro geschubst wurde. „Ich habe das gemacht, was sie verlangt haben“, sagte sie. Auf Aufforderung der Täter hin habe sie das Geld aus dem Tresor geholt.

Daniela Klette soll laut Staatsanwaltschaft gemeinsam mit Komplizen für zahlreiche Raubüberfälle verantwortlich sein. Foto: Focke Strangmann/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft den ehemaligen RAF-Terroristen Daniela Klette, Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub zahlreiche Raubüberfälle vor. Während Klette vor Gericht steht, sind ihre mutmaßlichen Komplizen weiter untergetaucht. Foto: Focke Strangmann/dpa