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Auszeichnung

Komitee vom Roten Kreuz mit Marion-Dönhoff-Preis geehrt

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und der Verein EinDollarBrille sind mit dem Marion-Dönhoff-Preis geehrt worden.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und der Verein EinDollarBrille sind mit dem Marion-Dönhoff-Preis geehrt worden. Foto: Georg Wendt/dpa

Mit dem Marion-Dönhoff-Preis werden Institutionen ausgezeichnet, die sich für Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern einsetzen. Staatsministerin Serap Güler würdigt das Engagement des IKRK.

Von dpa Sonntag, 30.11.2025, 17:00 Uhr

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Hamburg. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist mit dem Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung geehrt worden. Die Organisation werde für ihre Verdienste als Wächter über das humanitäre Völkerrecht ausgezeichnet, erklärte die Jury. Seit seiner Gründung setze sich das IKRK in beispielloser Weise für die Opfer von bewaffneten Konflikten ein. Die Jury hob die Unterstützung bei der Freilassung der israelischen Geiseln und dem Austausch palästinensischer Häftlinge hervor. 

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Serap Güler (CDU), betonte in ihrer Laudatio die Rolle des IKRK bei der Verteidigung des humanitären Völkerrechts.

Die CDU-Politikerin beklagte nach Angaben der „Zeit“-Verlagsgruppe die Rechtsverstöße in den heutigen Kriegen: „Kraftwerke und Krankenhäuser werden gezielt angegriffen. Zivilisten werden auf der Straße erschossen. Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe eingesetzt. Kriegsgefangene werden gefoltert und ermordet. Kinder werden verschleppt.“ Dass der Etat für humanitäre Hilfe auch in Deutschland gekürzt und damit die Arbeit internationaler Hilfsorganisation erschwert werde, finde sie beschämend.

Förderpreis geht an den Verein EinDollarBrille

Der Förderpreis ging an den Verein EinDollarBrille für dessen Einsatz für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Sehschwächen. In verschiedenen Projektländern wie Kenia, Brasilien oder Indien ermögliche der Verein einen bezahlbaren Zugang zu Sehhilfen, schaffe Arbeitsplätze und trage zur Befähigung der Menschen vor Ort bei.

Der Marion-Dönhoff-Preis wird seit 2003 alljährlich von der Wochenzeitung „Die Zeit“, der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Marion Dönhoff-Stiftung vergeben. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr war der israelische Schriftsteller David Grossman mit dem Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet worden.

Das Internationale Rote Kreuz ist mit dem Marion-Dönhoff-Preis ausgezeichnet worden. (Archivbild)

Das Internationale Rote Kreuz ist mit dem Marion-Dönhoff-Preis ausgezeichnet worden. (Archivbild) Foto: Abed Rahim Khatib/dpa

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