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Lebensmittelwarnung

Krankheitserreger: Rückruf bei Kaufland & Co.

Der Hersteller Carnis Vertriebs GmbH ruft folgendes Produkt zurück: K Classic Delikatess Salami 1A fettreduziert 100g.

Der Hersteller Carnis Vertriebs GmbH ruft folgendes Produkt zurück: K Classic Delikatess Salami 1A fettreduziert 100g. Foto: Kaufland

Gleich zwei Produkte sollten Kundinnen und Kunden nicht essen. Die Packungen können zurückgegeben werden. Nicht nur Salami ist betroffen.

Von dpa Donnerstag, 16.04.2026, 07:50 Uhr

Bremen. Wer abgepackte fettreduzierte Salami-Scheiben in einer Kaufland-Filiale gekauft hat, sollte ein paar Daten prüfen. Wegen eines Krankheitserregers ruft der Hersteller Carnis Vertriebs GmbH das Produkt K Classic Delikatess Salami 1A fettreduziert (100 Gramm) mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 17.04.2026, 24.04.2026 und 01.05.2026 zurück. Die Globale Handelsartikelnummer (GTIN) ist 4063367325779.

Salami aus diesen Packungen sollte nicht gegessen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Demnach wurden bei einer Routinekontrolle STEC-Erreger gefunden, die Durchfall und Bauchkräfte auslösen können - meist innerhalb einer Woche nach der Infektion.

Vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem drohen demnach schwerere Krankheitsverläufe mit blutigen Durchfällen. Wer die betroffene Salami gegessen hat und Durchfall oder Bauchschmerzen bekommt, sollte zum Arzt gehen und auf eine mögliche STEC-Infektion hinweisen.

Kaufland verkauft das Produkt nicht mehr. Betroffene Packungen können in allen Filialen zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Der Hersteller mit Sitz in Bremen entschuldigte sich bei allen Betroffenen für die entstandenen Unannehmlichkeiten, hieß es in der Mitteilung.

Mögliche Gesundheitsgefährdung: Rückruf von Instant-Nudeln

Der niederländische Lebensmittelgroßhändler Heuschen & Schrouff Oriental Foods Trading B.V. ruft bestimmte Packungen des Artikels „Samyang Instant Nudeln Scharfes Huhn Carbonara Cup“ zurück. Aktuelle Untersuchungen hätten ergeben, dass das Produkt einen erhöhten Gehalt an Glycidol aufweise, teilte das Unternehmen mit.

Eine Gesundheitsgefährdung könne nicht mit abschließender Sicherheit ausgeschlossen werden, hieß es. Es werde darum gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren.

Glycidol ist laut dem Bundesamt für Risikobewertung von verschiedenen wissenschaftlichen Gremien als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft worden.

Betroffen von dem Rückruf sind demnach die Packungen mit der Chargennummer HW3 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28. August 2026. Kundinnen und Kunden können das Produkt den Angaben nach im Markt zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet auch ohne Vorlage des Kassenbons.

Der Rückruf wurde am Mittwoch auf lebensmittelwarnung.de veröffentlicht. Nordfilialen von Edeka, Rewe und Kaufland seien in Niedersachsen, Hamburg, Bremen betroffen.

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