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Hausbesetzung

Leipzig: Brennende Barrikaden nach Polizeieinsatz

Bei einer Protestaktion gegen die Räumung eines besetzten Hauses kam es zu Ausschreitungen.

Bei einer Protestaktion gegen die Räumung eines besetzten Hauses kam es zu Ausschreitungen.

Nach der Räumung eines besetzten Hauses kam es in der Nacht zu Ausschreitungen. Polizei und Feuerwehr waren vor Ort.

Mittwoch, 27.09.2023, 08:25 Uhr

Nach Hinweisen auf die erneute Besetzung eines Hauses im Leipziger Osten sowie einem anschließenden Polizeieinsatz haben in der Nacht zu Mittwoch Barrikaden auf der Straße gebrannt. Die Polizei Leipzig sprach von nächtlichen Verkehrsbehinderungen in der Eisenbahn-, Ida- und Ludwigstraße.

Zwischendurch wurde die Straßenbahn umgeleitet, wie es hieß. Die Feuerwehr löschte laut Polizei die Barrikaden. Verletzte gab es demnach nicht.

Ob es Festnahmen oder Platzverweise gab, dazu machte die Polizei zunächst keine Angaben. Sie sprach von einer nicht genau bezifferbaren dreistelligen Anzahl an Menschen, die sich am Dienstagabend versammelten. Mehrere Notrufe seien im Lagezentrum der Polizei eingegangen. Die Polizei war mit Einsatzkräften vor Ort, darunter auch Bereitschaftspolizei. Auch ein Hubschrauber kreiste über dem Stadtteil.

Nach der Räumung eines besetzten Hauses im Leipziger Osten am Montag war in der Ludwigstraße ein weiteres Gebäude besetzt worden, wie die Polizei mitteilte. Dafür zeigte sich auf der Plattform X, vormals Twitter, die Gruppe „Leipzig besetzen” verantwortlich. Mittlerweile sei das Gebäude ebenfalls geräumt und von den Beamten gesichert, teilte die Polizei mit. Die Maßnahmen vor Ort dauerten noch an.

Bereits am Montag hatte die Polizei ein besetztes Gebäude in der Hermann-Liebmann-Straße im Leipziger Stadtteil Volkmarsdorf geräumt. Die Gruppe „Leipzig besetzen” forderte einen zentralen Ort als Kultur- und Austauschraum. Demnach wollten die Anhänger in dem leerstehenden Haus ein soziales Zentrum unter dem Titel „Helium” gründen.

© dpa-infocom, dpa:230927-99-348514/3

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