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Verkehrsinfrastruktur

T„Milliardengrab und Wahnsinn“: Grüne fordern Schlussstrich für A20-Planungen

Joachim Fuchs, Kreissprecher von Bündnis 90/Die Grünen.

Joachim Fuchs, Kreissprecher von Bündnis 90/Die Grünen. Foto: Martin Elsen

Nach dem Hin und Her um die Finanzierung der Küstenautobahn A20 schalten sich nun auch die Grünen in die Diskussion ein. Sie betonen vor allem den Planungsstand.

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Von Karsten Wisser
Sonntag, 28.09.2025, 06:00 Uhr

Landkreis. Jetzt haben sich auch Bündnis 90/Die Grünen zum Streit um die Finanzierung der Autobahn-Projekte in Norddeutschland geäußert. „Während die Bundesregierung Milliarden für Prestigeprojekte hin- und herschiebt, sitzen Menschen in unserer Region Tag für Tag im Stau oder warten auf verspätete Züge“, so der Grünen-Kreisverband.

Grüne: Küstenautobahn ist ein Milliardengrab

„Die A20 ist ein Milliardengrab und umwelt- und klimapolitischer Wahnsinn. Jeden Tag höre ich von frustrierten Pendlerinnen und Pendlern, die an der Elbfähre im Stau stehen oder in überfüllten Zügen nach Hamburg fahren“, sagt Joachim Fuchs, Kreis-Sprecher der Grünen. „Und Berlin diskutiert ernsthaft, ob wir Milliarden in einen Tunnel stecken sollen, der frühestens in zehn Jahren fertig wäre – wenn überhaupt.“ Was bringe eine neue Autobahn, wenn auf dem Weg dorthin die Brücke unter dem Auto wegbrösele?

Grüne fordern Ausbau der Fährverbindung

Alexandra Kleine-Natrop, Kreis-Sprecherin der Grünen, ergänzt: „Ein Autobahnneubau wie die A20 verlagert das Problem nur – er bringt mehr Verkehr in unsere Dörfer, löst aber nichts.“ Sie fordert einen Ausbau der Fähre. Milliarden in Neubauten zu binden, sei die alte Straßenbau-Politik – kurzsichtig und verantwortungslos gegenüber Klima und kommenden Generationen.

Wir setzen uns klar dafür ein, die Verlegung des Industriegleises Stade–Bützfleth vom Bau der A26 zu entkoppeln

Karin Aval, Bündnis 90/Die Grünen

Die Grünen betonen, dass derzeit nur drei Abschnitte der A20 gebaut werden könnten. „Den Menschen wird suggeriert, dass die A20 bald komplett von Glückstadt nach Westerstede gebaut werden kann. Das stimmt nicht“, sagt Verena Wein-Wilke, Sprecherin der Kreistagsfraktion. In Wahrheit gebe es nur für drei Abschnitte überhaupt Baurecht: das Kreuz Kehdingen, die Umgehung in Bremervörde und ein kleines Stück bei Westerstede.

Stade: Industriegleis ohne A26-Bau verlegen

Die Grünen wollen aber nicht die Verlegung des Industriegleises in der Stadt Stade verhindern. „Wir setzen uns klar dafür ein, die Verlegung des Industriegleises Stade–Bützfleth vom Bau der A26 zu entkoppeln“, sagt Karin Aval, Sprecherin der Grünen-Fraktion im Stader Rat und Mitglied der Kreistagsfraktion. „Es wäre absurd, den dringend notwendigen Schutz der Menschen vor lautem Güterverkehr mit teils gefährlichen Stoffen weiter an den Ausbau der A26 zu koppeln“, so Karin Aval.

Unterstützung bekommen die Grünen von der Bundestagsabgeordneten Julia Verlinden aus Lüneburg. Sie betreut den Wahlkreis Stade und sagt: „Es ist ein Skandal, dass die schwarz-rote Koalition Milliarden für neue Autobahnen bereitstellt, während überall Brücken bröckeln und Pendlerinnen und Pendler auf verlässliche Bahnen warten.“

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U
Ulla Bowe
28.09.202518:42 Uhr

Ich stimme mit Herrn Segeler darin überein, daß dieses Draufhauen auf die Grünen ein irrationaler Hass auf diese Partei und ihre Vertreter zugrunde zu liegen scheint. Fakten interessieren nicht mehr.
Faktenbasierte Politik ist aber immer noch besser als blindes, populistisches Wutgeheul. Das ist die Art von Weidel und Co!
Und immer noch viel zu Viele fallen auf diese (Un-) Heilsverkuender herein, weil ja die Fakten zu akzeptieren viel zu unbequem ist.
Michael Bowe

Wolfgang Ciminski antwortete am
30.09.202508:20 Uhr

... auch das haben Sie falsch verstanden. Es wird nicht besser, oder?

U
Ulla Bowe antwortete am
30.09.202507:28 Uhr

#Ciminski
Na sehen Sie, - prima! Selbsterkenntnis ist ein erster Schritt zur Veränderung.
Michael Bowe

Wolfgang Ciminski antwortete am
29.09.202522:28 Uhr

... ich nehme hier nur einen wahr, der sich mal entspannen sollte. ;-)

U
Ulla Bowe antwortete am
29.09.202519:46 Uhr

#Ciminski Was immer Sie auch mit Ihrer Antwort gemeint haben könnten...!
Faktenbasierte Politik hat mit nachprüfbaren Fakten zu tun. Es ist gut, wenn die Menschen in der Lage sind, diese zu verstehen und gedanklich zu durchdringen; Politiker:Innen, gleich welcher Partei sie angehören, die sich nicht an Fakten halten, sondern sich vergessen und mit verbalen Tiefschlagen Aufmerksamkeit erheischen wollen, sollten mit der Differenzierungsbegabung des durchschnittlichen menschlichen Geistes als belanglos eingeordnet werden können.
Sicher können Sie das, Herr Ciminski, nicht wahr?
Also bleiben Sie einfach entspannt.
Nebenbei bemerkt ist Fakt (aktenkundig), daß die Häufigkeit verbaler Ausfälle besonders von den Politiker:Innen der rechtsextremen AFD auffällig ist.
Vielleicht hat das ja bei denen System, um a la Trump Aufmerksamkeit zu erhalten, weil man Populismus der Vernunft vorzieht. Von faktenbasierter Politik ist diese Partei bekanntermaßen exorbitant entfernt
Michael Bowe

Wolfgang Ciminski antwortete am
29.09.202513:47 Uhr

... lustig. Der Grüne Habeck hat bei seinem erbärmlichen Abgang vor wenigen Wochen doch genau das gleiche gemacht: Faktenlos draufgehauen auf Klöckner, Merz und Reiche.

Zweierlei Maß. Das bewährte System von links der Mitte.

G
Günther Segeler
28.09.202517:14 Uhr

Ingo Segeler schreibt:
Ich kann nur den Kopf schütteln ob meiner Vorschreiber…
Sicherlich haben die Grünen sehr viel falsch gemacht. Aber machen denn die „alten etablieren Köpfe“ jetzt nur annähernd was richtig?
Lobbypolitik vom feinsten und nur auf die kleinen und schwachen bashen. Der Mittelstand wird abgestraft, die schwächsten unterdrückt damit die Reichen noch reicher werden.
Die Regierung treibt die Wähler nach Rechts… aber denkt trotzdem sie tun etwas fürs Volk! Selten so gelacht.
Selbst wenn die a20 und die a26 ausgebaut wird, wäre es absolut sinnvoll akut und schnell die Fährverbindung zu ertüchtigen. Mal abgesehen davon das die Infrastruktur die besteht auf diesem Weg ertüchtigt wird. Wir lang ist in Kreul die Brücke nur 1 spurig befahrbar… Armutszeugnis!

M
Michael Von Allwoerden antwortete am
29.09.202510:17 Uhr

Fährverbindung zu Ertüchtigungen sehr guter Weg, aber auf kosten des Betreibers und nicht auf kosten der Steuerzahlers.Das Unternehmen verdient sehr viel Geld mit den Museums Schiffen und Gehaltskürzung bei der Übernahme und die Preise haben sich verdoppelt (Größte Witz Schlickpreis Erhöhung) Keine Steuergelder für Unternehmen die genau wussten was sie Kaufen

M
Manfred Clausen
28.09.202515:59 Uhr

Die Grünen sind immer noch eine Minderheiten- und Klientelpartei. Sie haben kein Interesse an der Mehrheit der Menschen in diesem Land. Habek hat sich ja deutlich zu Vaterlandsliebe und Deutschland erklärt. Gleichwohl bedienen sie sich respektlos an Steuergeldern. Baerbock hat Unsummen für ihr Outfit verprasst (…) Was kommt danach? Bundespräsidentin?
Auch hat sie mit ihrer Reiselust (…) Kerosin verbrannt. (…) Und Habeck lacht sich bestimmt immer noch schlapp, dass er Deutschland schön Richtung Wand gefahren hat!
Dann sind da noch die Grünen “Spitzenkräfte”, die ewig in Parlamenten sitzen und nicht einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können. Roth, GöE, Nouripour usw! (…)
Die Grünen leben in ihrer eigenen Welt. Sie erkennen nicht, welche fatalen Entwicklungen sie auch zu verantworten haben. // Teile des Kommentars von der Redaktion entfernt - bitte bleiben Sie sachlich. TAGEBLATT online

T
Theo Soltau
28.09.202511:03 Uhr

Die Grünen sind leider weltfremd.
Ich denke die Menschen brauchen und und profitieren von der Autobahn.
Leider haben die Grünen noch immer genug Mitglieder
und Sympathisanten.
Und ihre Chance auf Mitregierung besteht leider nach wie vor.

M
Michael Von Allwoerden
28.09.202510:34 Uhr

Sowas kann nur von den Grünen kommen, Wirtschaft kaputt machen und Steuern erhöhen, wie jedesmal wenn sie mit ihn der Regierung waren,mit Schröder (SPD)die Waldsteuer von 12 Pfennige pro Liter Kraftstoff, keiner weiß wo das Geld hin geht, mit Sicherheit nicht ihn den Wald. Zweite Amtszeit Heizung Gesetz und eine riesen Verschuldung durch die Zustimmung obwohl sie abgewählt wurden!Man kann nur hoffen das sie nie wieder mit Regieren, das währe das Ende von Deutschland

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