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Buckelwal vor Poel

Ministerium wartet auf neues Wal-Rettungskonzept

Der Buckelwal liegt in einer ausgespülten Wanne vor der Insel Poel.

Der Buckelwal liegt in einer ausgespülten Wanne vor der Insel Poel. Foto: Philip Dulian/dpa

Jetzt soll der gestrandete Wal auf einem absenkbaren Lastkahn aus der Bucht der Insel Poel gebracht werden. Das Land will das neue Konzept prüfen - noch liegt ihm nichts vor, heißt es.

Von dpa Donnerstag, 23.04.2026, 15:55 Uhr

Kirchdorf. Ein neues Konzept zur Bergung des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee hat bisher keine Erlaubnis der Behörden bekommen. Noch lägen die notwendigen Unterlagen zur Bewertung des Vorhabens nicht vor, teilte eine Sprecherin von Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit.

Das anfänglich verfolgte Konzept, den Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons in die Nordsee und den Atlantik zu befördern, ist demnach vom Tisch. „Unter anderem fehlte für die vorgesehene technische Konstruktion die notwendige Zulassung für den Seeverkehr, sodass eine Umsetzung nicht möglich war“, so die Sprecherin.

Wal soll auf absenkbaren Lastkahn

Nun soll das rund zwölf Tonnen schwere Tier nach Angaben aus dem Kreis der Initiative mit einer sogenannten Barge transportiert werden. Dabei handelt es sich um einen etwa 15 Meter breiten, absenkbaren Lastkahn, der nicht selbstständig fährt, sondern von Schleppern gezogen wird. 

Vom jetzigen Liegeplatz des Wals soll demnach eine 110 Meter lange, zehn Meter breite und zwei Meter tiefe Rinne zum Fahrwasser freigebaggert werden. Dazu werde ein weiterer Bagger erwartet, hieß es aus dem Kreis der Initiative.

Ob das neue Konzept den Segen der Behörden bekommt, ist offen. Backhaus sagte seiner Sprecherin zufolge: „Solange uns keine vollständigen Unterlagen vorliegen, kann es weder eine abschließende Bewertung noch eine Einordnung möglicher Maßnahmen geben.“ Er versicherte, das Land werde das Konzept nach Eingang „mit höchster Priorität“ prüfen.

Der vor Poel liegende Buckelwal bläst Atemluft aus.

Der vor Poel liegende Buckelwal bläst Atemluft aus. Foto: Jens Büttner/dpa

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