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Bundesanwaltschaft

Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Gruppen gefasst

Die Bundesanwaltschaft ließ zwei Männer festnehmen. (Archivbild)

Die Bundesanwaltschaft ließ zwei Männer festnehmen. (Archivbild) Foto: Christoph Schmidt/dpa

Die Bundesanwaltschaft nimmt zwei Verdächtige fest: Sie sollen prorussische Milizen in den „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk unterstützt haben. Es geht unter anderem um Drohnen.

Von dpa Mittwoch, 21.01.2026, 12:15 Uhr

Karlsruhe. Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der prorussischen „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk festnehmen lassen. Die Karlsruher Behörde wirft den beiden Männern die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen in mehreren Fällen vor. 

Beamte des Bundeskriminalamts nahmen den russischen Staatsangehörigen Suren A. und den Deutschen Falko H. in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Märkisch-Oderland fest. Sie sollen am Donnerstag vor den Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof kommen, der über die Haftbefehle und eine Untersuchungshaft entscheiden wird. Die Polizei durchsuchte unter anderem ein Haus in Königs Wusterhausen.

Drohnen für pro-russische Milizen?

Die beiden verdächtigen Männer sollen seit 2016 herausgehobene Stellungen in einem Verein haben, der den Transport von Versorgungsgütern und Medizinprodukten, aber auch von Drohnen in den ukrainischen Donbass zugunsten von prorussischen Milizionären der „Volksrepubliken“Donezk und Lugansk organisierte. 

Suren A. soll Vereinsgelder von über 14.000 Euro weitergeleitet haben. Daneben habe er Gütertransporte für die dortigen Milizen finanziert, so die Bundesanwaltschaft. Falko H. soll Lieferaufträge entgegen genommen und an der Verteilung von Gütern vor Ort mitgewirkt haben. 

Es geht um den Verein „Friedensbrücke - Kriegsopferhilfe“, der schon länger im Visier der Ermittlungsbehörden ist. Laut seiner Internetseite organisiert er offiziell Hilfsgüter-Transporte für Kriegsopfer. Die Vereinsvorsitzende lebt in Russland, wie es auf der Vereinsseite heißt.

Russland annektierte 2022 Gebiete

Im Frühjahr 2014 übernahmen von Moskau gesteuerte Kräfte die Macht in den ostukrainischen Großstädten Donezk und Lugansk und betrieben die Abspaltung dieser Region von Kiew. Die ukrainische Armee versuchte den verdeckten russischen Angriff erfolglos militärisch abzuwehren. Intern gingen die sogenannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk mit Brutalität gegen alle Gegner vor. Im September 2022 annektierte Russland die Gebiete.

Die Bundesanwaltschaft stuft die prorussischen „Volksrepubliken“ als ausländische terroristische Vereinigungen ein. Im vergangenen Mai hatte die oberste Strafverfolgungsbehörde Deutschlands bereits in Berlin und Brandenburg im Zusammenhang mit den Ermittlungen Objekte durchsuchen lassen. Damals wurde nach Angaben der Behörde aber niemand festgenommen.

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