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Arbeitskampf

Nächster Warnstreik: Schwingebrücke gesperrt, Winterdienst eingeschränkt

Ein Auto fährt über die Schwingebrücke.

Die Schwingeklappbrücke in Stade ist am Mittwoch und Donnerstag für den Verkehr voll gesperrt. Grund ist ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi. Foto: Meyer

Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zum Warnstreik aufgerufen. Die Folgen dürften vor allem Autofahrer im Kreis Stade zu spüren bekommen.

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Von Janine Vonderbank
Mittwoch, 04.02.2026, 05:00 Uhr

Landkreis. Zum zweiten Mal binnen zwei Wochen trifft ein Warnstreik den Landkreis Stade. Beschäftigte des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts) und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) legen am Mittwoch und Donnerstag, 4. und 5. Februar, die Arbeit nieder.

Streik trifft wichtige Verkehrsader und Winterdienst im Kreis Stade

In Stade ist deshalb die Schwingeklappbrücke auf der Landesstraße 111/Buxtehuder Straße am 4. und 5. Februar voll gesperrt; Verkehrsteilnehmer müssen über die Altländer Straße ausweichen. Nur Einsatzfahrzeuge lasse man nach Angaben der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr „im Notfall“ passieren.

Bereits am 20. Januar war die Schwingebrücke aufgrund eines Warnstreiks gesperrt worden, was stellenweise für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt hatte.

Der Warnstreik trifft außerdem den Winterdienst im Kreis Stade. Dieser findet „mit Einschränkungen statt“, es müsse mit Verzögerungen gerechnet werden. Da es der Wetterprognose zufolge am Mittwoch schneien soll, müssen sich Autofahrer also obendrein auf schlecht geräumte Straßen einstellen.

„Wir raten dazu, witterungsangepasst zu fahren und mehr Zeit für die Wege zur Arbeit einzuplanen“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi.

Warum Verdi erneut zum Streik aufruft

Verdi zeigt sich enttäuscht über den bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen. Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) habe bislang kein verbindliches Angebot vorgelegt, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt geht es um knapp 2,2 Millionen Beschäftigte.

Direkt verhandelt wird laut Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer für Hessen, das eigenständig verhandelt. Das Tarifergebnis soll später auf die Landes-Beamtinnen und -Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden, so dass auch diese circa 1,3 Millionen Menschen betroffen sind.

Streik am Mittwoch in Stade

Die Streikenden treffen sich am Mittwoch, 4. Februar, um 10.30 Uhr, Am Sande in Stade und am Donnerstag, um 10 Uhr, Am Seefischmarkt 6 in Cuxhaven. Am 11. Februar wollen die Tarifpartner ihre Verhandlungen in Potsdam fortsetzen. (mit dpa)

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