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Nur jeder Elfte würde KI-Agenten für sich einkaufen lassen

Ein Teil der Verbraucher lässt sich Lebensmittel nach Hause liefern, um nicht in den Supermarkt gehen zu müssen.

Ein Teil der Verbraucher lässt sich Lebensmittel nach Hause liefern, um nicht in den Supermarkt gehen zu müssen. Foto: Heiko Rebsch/dpa

Eigentlich ist die Vorstellung verlockend: Ein Einkaufsagent mit künstlicher Intelligenz erledigt den Wocheneinkauf, der Kunde muss sich um nichts kümmern. Eine große Mehrheit lehnt das jedoch ab.

Von dpa Samstag, 11.10.2025, 04:35 Uhr

Köln. Die meisten Menschen in Deutschland möchten sich das Einkaufen nicht von künstlicher Intelligenz abnehmen lassen. Nur 9 Prozent können sich vorstellen, einen Einkaufsagenten zu nutzen, der ihr Kaufverhalten analysiert und automatisch benötigte Lebensmittel oder Drogerieartikel nachbestellt. Das zeigt eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. 

Demnach würden 40 Prozent „auf keinen Fall“ eine KI für sich einkaufen lassen, 28 Prozent „eher nicht“ und 19 Prozent vielleicht. Vier Prozent der Befragten machten keine Angabe. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat vom 11. bis 14. Juli gut 2.000 Menschen ab 18 Jahren hierzulande repräsentativ befragt.

Die großen deutschen Handelsketten bieten bislang keinen vollautonomen Einkaufsagenten an, der automatisch bestellt. An anderer Stelle kommt KI jedoch bereits zum Einsatz - auf unterschiedliche Weise. In den Apps von Rewe & Co. erhalten Kunden personalisierte Produktvorschläge und Angebote, die auf ihrem bisherigen Einkaufsverhalten basieren. Einige Händler wie Amazon liefern bestimmte Produkte wie Waschmittel automatisch in einem einstellbaren Lieferintervall. 

In den USA testet der Handelsriese die Funktion „Buy for me“. Ist ein Artikel nicht verfügbar, bestellt die KI automatisch auf einer externen Marken-Webseite. Der KI-Assistent „Sparky“ der US-Supermarktkette Walmart hilft Kunden, Artikel zu finden, und soll bald auch automatisiert Bestellungen aufgeben können. Der niederländische Händler Albert Heijn setzt in seiner App einen Assistenten mit generativer KI ein, der Rezepte empfiehlt - basierend auf den Zutaten, die Kunden per Foto hochladen.

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