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Rätsel um gelbe Klumpen an Nordseestränden gelöst – Polizei ermittelt

Auf den ostfriesischen Inseln Borkum und Juist ist Paraffin angespült worden. (Archivbild)

Auf den ostfriesischen Inseln Borkum und Juist ist Paraffin angespült worden. (Archivbild) Foto: Volker Bartels/dpa

Die Nordsee spült an mehreren ostfriesischen Inseln eine wachsartige Substanz an - auf einer Länge von gut 20 Kilometern. Das ist bekannt.

Von dpa Mittwoch, 13.05.2026, 13:55 Uhr

Borkum/Emden. An den Stränden der ostfriesischen Inseln Borkum und Juist sind vermehrt Paraffin-Stücke angespült worden. Auf Borkum sei auf einer Länge von etwa 20 Kilometern eine nicht genau bestimmbare Menge an Paraffin gemeldet worden, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Die Säuberungsarbeiten seien im Gange. Auch auf Juist wurden den Angaben zufolge im westlichen Strandabschnitt Paraffin-Anlandungen festgestellt. Eine Gefährdung für Strandbesucher besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Die Wasserschutzpolizei Emden hat die Ermittlungen aufgenommen.

Öl- und Chemikalienreste von Schiffen

Paraffin ist eine nicht giftige, wachsartige Substanz, ein Erdölprodukt, das unter anderem zur Herstellung von Kerzen oder Cremes verwendet wird.

Mitarbeiter des niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hatten das angespülte Paraffin gemeldet. In den vergangenen Jahren gab es an der niedersächsischen Nordseeküste immer wieder Anspülungen solcher Klumpen - allerdings handelte es sich nicht in allen Fällen um Paraffine.

Paraffine können etwa aus Tankwaschungen von Tankern auf See stammen. Denn Öl- und Chemikalienreste von Schiffen werden teils auf der Nordsee entsorgt, indem etwa Rückstände aus Schiffstanks gewaschen werden.

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