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Falsche Handwerker in Buxtehude erbeuten Schmuck und Bankkarten

Die Masche ist nicht neu: Ein angeblicher Handwerker verwickelt die Senioren in ein Gespräch, während sich ein zweiter Mann in die Wohnung schleicht. Foto: www.polizeiberatung.de

Die Masche ist nicht neu: Ein angeblicher Handwerker verwickelt die Senioren in ein Gespräch, während sich ein zweiter Mann in die Wohnung schleicht. Foto: www.polizeiberatung.de

Die Polizei warnt: Gleich dreimal war ein Diebesduo in jüngster Zeit erfolgreich. Buxtehuder Senioren im Fokus ihrer Betrugsmasche.

Donnerstag, 28.04.2022, 16:23 Uhr

Wie die Polizeiinspektion Stade warnt, seien es in den vergangenen Tagen in Buxtehude drei „falsche Handwerker“ aufgefallen. Ein bisher unbekannter Täter habe sich am vergangenen Freitagmittag an einer Haustür in der Moisburger Straße als Handwerker ausgegeben. So konnte er sich Zutritt zur Wohnung einer 78-jährigen Buxtehuderin verschaffen.

In einem unbeobachteten Moment habe sich dann ein zweiter unbekannter Täter in die Wohnung schleichen und eine Geldbörse, Bankkarten sowie Schmuck entwenden können.

Nur wenige Stunden später sind laut Polizei möglicherweise dieselben Männer gegen 14 Uhr in der Altländer Straße in eine Wohnung einer 83-Jährigen gelangt, nachdem sie sich ebenfalls als Handwerker ausgegeben hatten. Sie entwendeten laut Mitteilung hochwertigen Schmuck.

Falsche Handwerker erbeuten Wertgegenstände in Höhe von mehreren Tausend Euro

Der dritte Vorfall habe sich jüngst am vergangenen Dienstagmorgen ereignet, so die Polizei. Eine 81-Jährige in der Dresdner Straße wurde ebenfalls Opfer von zwei Unbekannten. Diese nutzten dieselbe Masche. Während einer der Täter die Geschädigte in ein Gespräch verwickelte, durchsuchte der andere das Schlafzimmer. Erneut sei Schmuck gestohlen worden.

Der in allen drei Fällen angerichtete Schaden wird den Angaben zufolge auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Zeugen, die verdächtige Personen beobachtet haben, die mit den Einschleichdiebstählen der falschen Handwerker in Verbindung stehen könnten oder die sonstige Hinweise zu den Taten geben können, werden gebeten, sich unter 04161/64 71 15 beim Buxtehuder Polizeikommissariat zu melden.

Polizeisprecher Rainer Bohmbach warnt und gibt Tipps

  • Betrüger an der Haustür haben zumeist das Ziel, in die Wohnung ihrer Opfer zu gelangen, um dort nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertsachen zu suchen. Dazu geben sie sich als Hilfsbedürftige, Handwerker, Mitarbeiter der Stadtwerke oder aber auch als Amtsperson aus, beispielsweise Polizist.
  • Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung, egal welche Geschichte diese Ihnen erzählen. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
  • Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.
  • Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.
  • Denken Sie daran: Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken Ihnen nie „Geldwechsler“ oder „Falschgeld-Prüfer“ ins Haus. Verständigen Sie über das Auftauchen derartiger Personen umgehend die Polizei.
  • Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.
  • Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren ausdrückliche Ankündigung entgegen, zum Beispiel Nachnahmesendungen oder Lieferungen gegen Zahlung.
  • Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen.
  • Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür. Sie könnten – beispielsweise durch Falschgeld – betrogen werden.
  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei auch über den Notruf 110. Nur so können wir die betreffenden Personen überprüfen und sie vor einem Schaden schützen.
  • Informieren sie auch ihre älteren Familienangehörigen oder Nachbarn über diese Masche. (st)

Die Polizei erteilt weitere Informationen auch online unter polizeiberatung.de.

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