Protest bei Trump-Rede: „Schwarze Menschen sind keine Affen“
Der demokratische Abgeordnete Al Green wurde nach seiner Protestaktion aus dem Saal geführt. Foto: Matt Rourke/AP/dpa
Die Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Trump wird bereits in den ersten Minuten gestört. Ein Abgeordneter macht seinem Unmut über ein Video Luft - und wird daraufhin aus dem Saal eskortiert.
Washington. Der demokratische US-Abgeordnete Al Green hat bei der traditionellen Jahresansprache des US-Präsidenten aus Protest gegen den Donald Trump ein Schild mit der Aufschrift „Schwarze Menschen sind keine Affen“ hochgehalten. Green wurde daraufhin aus dem Saal geführt. Trump kommentierte den Vorfall in seiner Rede nicht.
Anfang Februar hatte der Republikaner auf seiner Online-Plattform Truth Social ein Video geteilt, in dem der frühere demokratische Präsident Barack und dessen Ehefrau Michelle Obama als Affen dargestellt wurden - ein klassisches rassistisches Mittel zur Beleidigung und Herabwürdigung schwarzer Menschen. Das Weiße Haus versuchte daraufhin zunächst, den heftig kritisierten Beitrag zu rechtfertigen. Nach einer Welle der Entrüstung wurde der Post auf Trumps Account schließlich gelöscht. Die Schuld wurde einem Mitarbeiter gegeben.
In der Rede zur Lage der Nation („State of the Union“) geben Präsidenten alljährlich einen Ausblick auf den von ihnen angestrebten Kurs für die Vereinigten Staaten.