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Blitzer

So viele Millionen kassiert Hamburg bei Temposündern ab

Die Bußgeldeinnahmen durch Temposünder sind im vergangenen Jahr in Hamburg um gut 5,2 Millionen Euro gesunken. (Archivbild)

Die Bußgeldeinnahmen durch Temposünder sind im vergangenen Jahr in Hamburg um gut 5,2 Millionen Euro gesunken. (Archivbild) Foto: Markus Scholz/dpa

Viele Autofahrer kennen die stationären Blitzer in Hamburg und bremsen rechtzeitig ab. Mit mobilen Anlagen ertappt die Polizei sehr viel mehr Temposünder – und kassiert fast fünfmal so viel Bußgeld.

Von dpa Donnerstag, 19.02.2026, 14:05 Uhr

Hamburg. Die Stadt Hamburg hat im vergangenen Jahr fast 41,8 Millionen Euro an Bußgeldern von Temposündern eingenommen. Das sind gut 5,2 Millionen Euro weniger als im Vorjahr, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Philipp Heißner hervorgeht.

Der Rückgang machte sich vor allem bei den Einnahmen durch stationäre Blitzer bemerkbar. Diese sanken von 11,3 auf 7,2 Millionen Euro. Bei den Bußgeldern durch mobile Messungen ergab sich ein Rückgang von 35,7 auf rund 34,5 Millionen Euro. Außerdem kassierte die Stadt 1,5 Millionen Euro für Rotlichtverstöße, deutlich mehr als 2024, als die Einnahmen knapp 1,2 Millionen betrugen.

Bauarbeiten verlangsamen den Verkehr

Bauarbeiten an den Elbbrücken und an der Sternbrücke in Altona dürften die Zahl der Tempoverstöße verringert haben. Blitzte es an den Elbbrücken stadteinwärts 2024 noch mehr als 40.000 Mal, so wurden im vergangenen Jahr dort nur knapp 15.000 Fahrzeuge abgelichtet. Der Blitzer brachte nach gut 1,7 Millionen Euro im Jahr 2024 nur noch knapp 670.000 Euro ein.

Drastisch reduzierte sich auch die Zahl der Blitze an der Stresemannstraße in Altona, und zwar stadteinwärts von gut 45.000 auf 33.000 und stadtauswärts von 57.000 auf knapp 33.000. Die Einnahmen sanken stadteinwärts von 1,8 auf 1,4 Millionen Euro und stadtauswärts von 2,1 auf 1,3 Millionen.

In Hamburg gibt es 48 stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen. Die Polizei verfügt laut Senat über 20 mobile Anlagen.

CDU: Verdacht der „Anti-Auto-Schikane“

Seit 2021 sei die Zahl der mobilen Blitzer um über 40 Prozent gestiegen - mit einem Anzeigenplus von nahezu 200 Prozent seit 2020, erklärte Heißner. Die Einnahmen aus mobiler Überwachung hätten sich innerhalb von fünf Jahren verdoppelt. Es sei richtig, geltende Verkehrsregeln durchzusetzen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion und fügte hinzu: „Wenn die Einnahmen trotz eines leichten Rückgangs des Autoverkehrs in Hamburg aber immer weiter steigen, entsteht der Verdacht, dass es hier wieder einmal eher um grüne Anti-Auto-Schikane als um reine Rechtsdurchsetzung geht.“

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