HVV-Busfahrer streiken: Ausfälle im Hamburger Nahverkehr am Donnerstag
Zum dritten Mal streiken die Beschäftigten der Hochbahn in Hamburg. Viele Busverbindungen fallen aus (Symbolbild). Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild
Am dritten Tag infolge kommt es in Hamburg zu massiven Ausfällen im Nahverkehr. Verdi hat die Mitarbeiter der Hochbahn zum Streik aufgerufen. Viele Busverbindungen sind gestrichen.
Hamburg. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe zu sogenannten Wellenstreiks aufgerufen, die am 17. Februar begonnen wurden und am heutigen 19. Februar ihr Ende finden sollen. Welche Bereiche bestreikt werden, wird von der Gewerkschaft erst am jeweiligen Vortag bekannt geben.
Massive Einschränkungen in Hamburgs Osten erwartet
Der dritte Tag des Wellenstreiks bei der Hochbahn wird vor allem die Buslinien im Osten der Stadt betreffen, teilt die Hamburger Hochbahn auf ihrer Homepage mit. Insgesamt seien 30 Buslinien vom morgigen Streik betroffen.
Diese Buslinien fahren nicht in Hamburg
Folgende Buslinien werden in der Zeit von Donnerstag, 19. Februar, 3 Uhr, bis Freitag, 20. Februar, 3 Uhr, nicht bedient:
- 8,
- 9,
- 10,
- 11,
- 27,
- 116,
- 118,
- 160,
- 162,
- 167,
- 255,
- 260,
- 263,
- 368,
- 608,
- X35.
Kurzfristige Änderungen sind möglich: Die Hochbahn prüft am Streiktag, ob nicht doch ein stark eingeschränkten Grundangebot auf diesen Buslinien ermöglicht werden kann.
Bei diesen Buslinien kommt es zu Teilausfällen
Ein instabiler Teilbetrieb wird am Donnerstag für folgende Buslinien eingerichtet:
- 12,
- 16,
- 23,
- 25,
- 28,
- 31,
- 105,
- 168,
- 171,
- 261,
- 554,
- 567,
- X22,
- X27.
Alle nicht aufgeführten Buslinien sowie die Schulbuslinien sollen am Donnerstag regulär nach Fahrplan fahren.
S-Bahn und Fähren der HADAG nicht betroffen
Fahrgäste sollten nach Möglichkeit auf S-Bahnen ausweichen, da diese – ebenso wie die Fähren der HADAG – nicht vom Streik betroffen sind, teilt der Verkehrsbetrieb mit. Die hvv-App, hvv-switch-App und hvv.de informieren darüber, welche Linien fahren.
KVG-Busse fahren
Auch bei der KVG im Landkreis Stade wird nicht gestreikt. „Unser Betrieb läuft wie gewohnt“, teilt das Busunternehmen auf seiner Homepage mit.
Fahrplan prüfen
Die Hamburger Hochbahn bittet Fahrgäste, ihre Fahrt vor Fahrtantritt in der Fahrplanauskunft in den hvv-Apps oder auf hvv.de zu prüfen und gegebenenfalls auf andere Verkehrsangebote auszuweichen. „Fahrten, die trotz des Streiks geleistet werden können, werden dort angezeigt und sind auch per Echtzeit abrufbar“, teilt der HVV mit.
Was die Streikenden fordern
Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen bei der Hochbahn unter anderem 7,5 Prozent mehr Lohn mit einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen sowie einen 200-Euro-Mietkostenzuschuss für Auszubildende. (set/mit dpa)
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